31.10.2003

DRS 2

Rüegg und Schawinski gemeinsam auf Sendung

Rüegg begrüsst Schawis Projekt "Radio 35".

Am Freitag vor 24 Jahren brachte Roger Schawinski zu Feier des Sendestarts des ersten legalen Lokalradios sprich Radio 24 einen Topf Risotto bei seinen Kollegen von Radio DRS vorbei. Aus diesem Anlass lud DRS 2 den Pionier des Schweizer Privatradios zum Talk mit Walter Rüegg, Radiodirektor der SRG, ein. Thematisiert wurden unter anderem die wechselseitige Beziehung zwischen DRS 3 und den Lokalradios und Schawinskis Pläne für ein neues Lokalradio mit Namen "Radio 35".

Die Frage, wie die Lokalradios und DRS 3 sich gegenseitig beeinflusst hätten, brachte Schawinski gleich von Anbeginn auf Hochtouren:"DRS 3 ist schuld an der Abflachung der Lokalradioszene, hat seine Funktionen vergessen, die Lokalradios kopiert und mit dieser Konkurrenz das Niveau heruntergezogen", polterte der Ex-Pirat. Rüegg sah das natürlich anders: "DRS 3 unterscheidet sich in vielen Bereichen von den Lokalen ganz klar -- so in Sachen Musikvielfalt, Informationsgehalt und Moderation.", meinte er abwiegelnd.

Über die Gründe für die Neuausrichtung des Konzepts von DRS 3 haben die beiden hingegen grundsätzlich die gleichen Ansichten, nur verschieden formuliert. Gemäss Rüegg möchte man aus dem engen Angebot ausbrechen und den Service Public wieder stärker wahrnehmen. Schawinski hingegen sieht den Beweggrund für den Kurswechsel in der Angst der DRS 3-Leute, politisch nicht mehr haltbares Radio zu machen.

Sehr positiv reagierte Rüegg auf Schawinskis Pläne, Radio 35 zu lancieren, obwohl dieses auch das DRS 3-Publikum ansprechen könnte. Rüegg: "Ich finde es ausgezeichnet, wenn er das macht. Ich drücke ihm die Daumen. Konkurrenz tut allen gut." Was Schawi mit einer Kriegserklärung honorierte: "Ich werde das Medium Radio ganz neu erfinden -- nur so haben wir eine Chance. Es haben sich übrigens schon viele gute Leute gemeldet."


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