11.03.2018

SRF

Sandro Brotz wird gerüffelt

SRF-Direktor Ruedi Matter befürchtete öffentliche Kritik, weil der «Rundschau»-Moderator seinen Lohn publik gemacht hatte.
SRF: Sandro Brotz wird gerüffelt
Laut «Sonntagsblick» war Sandro Brotz’ Vorgehen mit seinen unmittelbaren Vorgesetzten abgesprochen. (Bild: Screenshot)

Die Tatsache, dass Sandro Brotz nur wenige Tage vor dem Abstimmunssonntag in der «Rundschau» seinen Lohn von 130'000 Franken öffentlich gemacht hatte (persoenlich.com berichtete), hatte offenbar Konsequenzen. In einer internen E-Mail, die der «Sonntagblick» veröffentlichte, wird kritisiert. «Eine Bitte: Verzichtet auf spontane Einzelaktionen, sprecht Euch vor öffentlichen Äusserungen mit Media Relations ab», schrieb SRF-Direktor Ruedi Matter am 22. Februar in der Rundmail an die SRF-Angestellten.

Das zeigt die Nervosität wegen No Billag. Wie stark SRF die Äusserungen der Mitarbeiter zu steuern versuchte, wurde auch am Abstimmungssonntag deutlich. Nach dem überdeutlichen Nein äusserten sich die SRF-Mitarbeitenden nur äusserst zurückhaltend, obwohl viele von ihnen innerlich Luftsprünge gemacht haben müssen.     

Die Besonnenheit rührte daher, dass SRF seinen Mitarbeitenden Anweisungen bezüglich der Kommunikation in den Sozialen Medien gegeben hatte. Die Empfehlung sei gewesen, sachlich und bescheiden zu bleiben, erklärte Kommunikationschefin Andrea Hemmi gegenüber persoenlich.com. (eh)


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KOMMENTARE

Jürg Moser
12.03.2018 16:38 Uhr
Sandroz Droz hat mit der Offenlegung seines Lohnes einen Beitrag zur immer mehr verlangten Transparenz gleistet. Dafür ist ihm zu danken. Zudem zeigt die Höhe seines Lohnes, der wohl ungefähr jenem einer Oberstufenlehrperson entspricht, dass dieser in Anbetracht seiner journalistischen Aufgaben und Leistungen nicht unangemessen ist. Und damit hat er einen Beitrag zur Ablehnung der No Billag-Initiative gleistet.
Maja Schlegel
11.03.2018 22:08 Uhr
Sandro Brotz ist cool. Ruedi Matter sollte abdanken ...
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