Die Journalisten der Neuenburger Zeitungen "L'Express" und "L'Impartial" müssen für ihren Streik von Mitte November mit Sanktionen rechnen. Die Herausgeberin der beiden Zeitungen behält für die Zeit des Streiks ihre Löhne zurück. Dies gab die Personalvertretung "Société du personnel des rédactions" (SPREI) am Mittwoch in einer Mitteilung bekannt. Sie bedauerte diese Retorsionsmassnahme.
Die Angestellten der beiden Zeitungen hatten ihre Arbeit am 14. November niedergelegt und zwei Tage später beendet. Danach einigten sich die Journalisten und die Leitung der Herausgeberin, der Société Neuchâteloise de Presse (SNP), auf das weitere Vorgehen. Vier Stellen werden gestrichen. Weiter sollte beim Kanton eine Bewilligung für Kurzarbeit eingeholt werden.
Wird das Ansinnen abgelehnt, muss das ursprüngliche Sanierungsvorhaben, die Streichung von ingesamt 15 Stellen, in die Tat umgesetzt werden. Die SNP, die zur französischen Mediengruppe Hersant gehört, hatte wegen einbrechenden Inserateeinnahmen Sparmassnahmen angekündigt. (sda)

