Die legendäre Sendung «Roger gegen Roger» feierte Wiederaufstehung, jedenfalls für einmal. In der Sendung «Doppelpunkt» von Radio 1 vom Sonntag interviewte Programmleiter Roger Schawinski den Zürcher SVP-Ständeratskandidaten und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel. Pikant ist dieses Aufeinandertreffen, weil Schawinski und Köppel, die seit ihren gemeinsamen Berliner Zeiten befreundet waren, sich in den letzten Jahren aus dem Weg gingen, nachdem sie sich viele Jahre wöchentlich am Radio duelliert hatten. Köppels Nachfolger wurde der langjährige Verleger der «Basler Zeitung», Markus Somm.
Kontroverse Debatte
Die Radiosendung mit Roger Köeppel wurde am Donnerstagnachmittag bei Radio 1 voraufgezeichnet. Sowohl Roger Schawinski wie auch sein Gast zeigten sich nach der Sendung zufrieden, wie sie gegenüber persoenlich.com erklärten. Es sei eine kritische und harte Auseinandersetzung gewesen, meinte Roger Schawinski, der nicht gerade als SVP-Freund gilt. Auch Köppel war begeistert: «Es war überhaupt keine gehässige Sendung.»
In der Sendung konfrontierte Schawinski Köppel erstmals mit den ersten Umfragezahlen einer Tamedia-Erhebung, wonach der «Weltwoche»-Verleger den Sprung ins Stöckli nicht schaffen werde. Für Köppel ist dies kein Grund zur Resignation, auch Trump sei entgegen aller Prognosen amerikanischer Präsident geworden, meinte er in der Sendung. Dieses Wochenende besuchte Köppel weitere Gemeinden des Kanton Zürichs. Zudem war er am Freitagabend Gast in der «Wahlarena» des Schweizer Fernsehens. (ma)

