28.04.2005

SRG-Publikumsforschung

Schweizer Bevölkerung schaut noch mehr fern

In der Deutschschweiz laufen die TVs mit Abstand am längsten.

Die Schweizer Bevölkerung hat 2004 erneut mehr fern gesehen als im Vorjahr. Besonders beliebt sind weiterhin die Programme der SRG SSR idée suisse. Das gleiche gilt für das Radio, wo die Marktführerschaft der SRG noch deutlicher ist. Durchschnittlich 148 Minuten pro Tag hatten die Deutschschweizer im letzten Jahr den Fernseher eingeschaltet. Das sind 6,3 Minuten mehr als 2003, wie die Erhebungen des SRG- Forschungsdienstes von 2004 zeigen, die am Donnerstag in Bern präsentiert wurden.

Dennoch laufen die TV-Geräte in der Deutschschweiz mit Abstand am wenigsten lang. In der Romandie lag die Fernsehnutzung im vergangenen Jahr bei 173 (2003: 168) Minuten, in der italienischen Schweiz bei 178 (2003: 175) Minuten. An einem Durchschnittstag sehen fast drei Viertel des Publikums fern. Dabei hatte die SRG SSR idée suisse auch im vergangenen Jahr die Nase vorn. In der Deutschschweiz erreichte SF DRS über 24 Stunden einen Marktanteil von 34,5 Prozent (2003: 34,8 Prozent). Zur Hauptsendezeit von 18 bis 23 Uhr waren es 43,6 Prozent (2003: 43,5 Prozent).

Tele Züri stärkster Privatsender

Die privaten Anbieter beanspruchten wie schon im Vorjahr 4,2 Prozent des Marktes für sich. Dabei liegt Tele Züri mit 35,1 Prozent mit Abstand an der Spitze: Gut jede dritte Zürcherin und jeder dritte Zürcher sehen täglich diesen Sender. Die ausländischen Stationen vereinten insgesamt 60,9 Prozent Marktanteil auf sich. Die Nutzung ausländischer Programme verteilt sich in der deutschen Schweiz auf relativ viele Sender, von denen keiner mehr als 8 Prozent (RTL) erzielt.

In der Romandie und der italienischen Schweiz sind dagegen starke Wettbewerber im Markt, die einen namhaften Nutzungsanteil auf sich vereinen können. Dennoch ist die SRG SSR auch in diesen Sprachregionen klare Marktführerin. Die TSR kam in der Romandie über 24 Stunden auf einen Marktanteil von 30,3 (2003: 30,6) Prozent. TF1 als ihre grösste Konkurrenin kam auf 16,5 (2003: 16,7) Prozent. In der italienischen Schweiz stieg der Marktanteil der TSI um 1,1 auf 34,1 Prozent. Canale5 erreichte als stärkster ausländischer Sender 12,9 Prozent.

Neun von zehn Personen hören Radio


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