16.10.2024

SRF

Sender möchte Hockey-Produktion an Private abgeben

Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) plant eine teilweise Auslagerung der TV-Produktion der Eishockey National League. Das berichtet das Onlinemagazin Watson.
SRF: Sender möchte Hockey-Produktion an Private abgeben
Ein SRF-Kameramann filmt ein Eishockeyspiel. Zu sehen sind seine Livebilder aber nicht auf SRF. (Bild: Keystone/Patrick B. Kraemer)

Obwohl SRF einen Produktionsvertrag mit der Liga bis 2027 besitzt, verfügt der Sender über keine Live-Übertragungsrechte mehr. Wer Live-Eishockey schauen will, muss das kostenpflichtige Programm von MySports abonnieren. Einzelne Spiele sind auch bei Privatsendern im Free TV und auf Online-Plattformen zu sehen.

Nun hat SRF bei der Liga angefragt, ob man 200 von 364 Qualifikationsspielen an private Produzenten auslagern könne. Das wäre deutlich mehr als die im bestehenden Vertrag erlaubten 20 bis 50 Spiele. Der aktuelle Produktionsvertrag bringt SRF etwa sechs Millionen Franken pro Saison ein.

Liga kommentiert SRF-Gesuch noch nicht

Nationalliga-Direktor Denis Vaucher bestätigt den Eingang des Gesuchs von SRF, möchte es aber nicht weiter kommentieren, wie das Onlinemagazin Watson berichtet. Vaucher betont jedoch die Zufriedenheit mit der bisherigen SRF-Produktion.

SRF begründet in seiner Stellungnahme zuhanden von Watson den Schritt mit einem veränderten finanziellen Rahmen und der Notwendigkeit, Ressourcen effizienter einzusetzen. Ausserdem nimmt das Unternehmen Produktionsaufträge nur noch dann an, wenn die Übertragungsrechte bei der SRG und bei SRF liegen – was aktuell beim Schweizer Eishockey nicht der Fall ist.

SRF betont, dass ein vollständiger Rückzug aus dem Produktionsgeschäft nicht zur Debatte stehe. Stattdessen wolle man mehr Kooperationen mit privaten Firmen eingehen. Gemäss dem Watson-Artikel verfügen private TV-Produktionsfirmen wie die NEP-Gruppe oder BBM über das nötige Know-how für solche Produktionen.

SRF hat endgültigen Entscheid noch nicht gefällt

SRF sieht in der möglichen Auslagerung auch Chancen für mehr Flexibilität bei parallelen Produktionen und eine Stärkung des gesamten TV-Produktionsmarktes in der Schweiz. Eine endgültige Entscheidung über die Auslagerung ist laut SRF noch nicht gefallen. Zu allfälligen Stellenreduktionen oder zum genauen Sparpotenzial macht SRF keine konkreten Angaben. (nil)


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