27.11.2023

Telebasel

Sender streicht wegen Werbeeinbruch drei Stellen

Die Stiftung Basel-Media hat Sparmassnahmen in der Redaktion des Regionalfernsehens Telebasel und dem Newsportal baseljetzt.ch angekündigt.
Telebasel: Sender streicht wegen Werbeeinbruch drei Stellen
«Wir können den Abbau leider nicht über Fluktuationen auffangen»: Telebasel-CEO André Moesch zum Stellenabbau. (Bild: Screenshot Telebasel)

Wegen ausbleibender Werbeeinnahmen baut Telebasel Stellen und Personal ab. Der Basler Regionalsender streicht 280 Stellenprozent und entlässt drei Redaktorinnen und Redaktoren. Das teilte die Stiftung BaselMedia, die den Sender trägt, am Montag mit.

«Nationale Kampagnen sind weggebrochen»

«Der Einbruch bei der Werbung erfolgte unerwartet schnell. Vor allem nationale Kampagnen sind weggebrochen. Darunter leidet derzeit die ganze Regionalfernseh-Branche», begründet André Moesch, Geschäftsführer der Stiftung und CEO des Senders, den angekündigten Abbau auf Anfrage von persoenlich.com.

Die Entlassungen seien aufgrund dieser Entwicklung auf dem Werbemarkt unumgänglich. Man könne den Abbau «leider nicht über Fluktuationen auffangen», so Moesch, weil es heute weniger Wechsel gebe. «Nicht ganz drei von insgesamt rund 60 Vollzeitstellen zu streichen, bringt uns natürlich nicht um, aber es ist nie schön, wenn man gute Leute entlassen muss», bedauert André Moesch den Schritt.

Verkaufsbereich neu aufgestellt

Neben dem Stellenabbau im Redaktionsbereich will die Stiftung gemäss Communiqué den Verkaufsbereich des Fernsehens stärken, um die Ertragssituation zu verbessern. Dafür brauche es neue innovative Produkte und mehr Beratung. 

Die Stiftung BaselMedia hat deshalb ihren Verkaufsbereich unter der Leitung von Robert Erhart personell neu aufgestellt und arbeitet an neuen Angeboten, welche die Kundenbedürfnisse individueller abdecken können.

André Moesch ist überzeugt, dass sich damit regionale Medien auch zukünftig behaupten können: «Wir schaffen Nähe zwischen Anbietern und Kunden das macht Werbung wirksam und hebt sich klar ab vom anonymen Geschäft der internationalen Onlinekonzerne.» (pd/sda/nil)



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