Der Publizist und Buchautor Karl Lüönd äussert sich im Tages Anzeiger zur SRG-Kritik von Andreas Blum. Er ist der Meinung, dass die Chefs Walpen und Deltenre ihren Job so machen, "wie man ihn in diesem Gewerbe eben machen muss: pragmatisch, kurz getaktet, flexibel". So wie Tamedie eine Buchreihe lanciere, probiere Ingrid Deltenre im Fernsehen DRS neue Formate aus, was in dieser Industrie gar nicht anders möglich sei.
Lüönd räumt aber ein, dass die SRG in der Schweiz "um jeden Preis" geschützt werde. In den 80-er Jahren seien darum brauchbare Ansätze für internationales Privatfernsehen aus der Schweiz "politisch niedergeknüppelt" worden. Doch auch die SRG-Sender müssten im internationalen Wettbewerb bestehen und sich der Konkurrenz stellen. Das Prinzip heisse "Versuch und Irrtum". Nur so sei zu retten, was am Service public werthaltig sei. Einige Sendungen existierten nur dank Querfinanzierung durch mehrheitsfähige Programme.

