12.01.2006

SF

Skination im Quotentief

Eigenberichterstattung wird eingeschränkt.

Bei der Ski WM 2003 lagen die Zuschauerzahlen noch bei drei Rennen über der Millionengrenze, bei der WM 2005 in Bormio war es keines mehr. Auch die Übertragung der Lauberhorn-Abfahrt 2005 hatte "nur" 940'000 Zuschauer im Gegensatz zu deutlich über einer Million in früheren Jahen.

Als Reaktion auf das abnehmende Interesse des Publikums an Skirennen schränkt SF die Eigenberichterstattung ein, wie Sport Chef Urs Leutert dem TV-Magazin TELE im Interview verrät. "Momentan übertragen wir noch alle Rennen live. Das kostet wenig." Teuer wird es indes bei Rennen, die SF mit eigenen Kameras begleitet. Darum ist dieser Bereich der Eigenberichterstattung bereits reduziert worden. "In diesem Jahr sind wir nur noch in Adelboden, Wengen und in Kitzbühel mit zusätzlichen, eigenen Teams vor Ort. Auch die WM 2007 werden wir mit weniger Aufwand begleiten als frühere Weltmeisterschaften", ergänzt Leutert.

Leutert glaubt, dass der Zuschauerschwund bei Ski-Rennen mit dem Fernsehverhalten zu tun hat, dass sich generll verändert habe. Durch das grössere Angebot, würden sich die Zuschauer auf mehrere Sportarten verteilen. Den Hauptgrund sieht der SF-Sportchef aber in den fehlenden Leistungen und Erfolgen der Schweizer Ski-Rennfahrer. Trotzdem würden sich die Zuschauerzahlen beim Ski-Sport noch auf hohem Niveau bewegen.


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