16.10.2019

Wahlen 2019

So berichten Medien am Wahlsonntag

Der 20. Oktober ist nicht nur für Parteien ein Grosskampftag, sondern auch für Journalistinnen und Journalisten. Wie berichten SRF, Tamedia, Ringier, NZZ und CH Media am kommenden Sonntag über die nationalen Wahlen? persoenlich.com hat die Übersicht.
Wahlen 2019: So berichten Medien am Wahlsonntag
Wie schon 2015 berichten auch 2019 diverse Medien direkt aus dem Bundeshaus. (Bild: Keystone/Alessandro della Valle)
von Christian Beck

Können die Grünen und Grünliberalen ihren Aufwärtstrend weiter fortsetzen? Und kann die SVP ihren Abwärtstrend stoppen? Schaffen «Weltwoche»-Chef Roger Köppel oder Strategie- und Kommunikationsberater Cédric Wermuth den Sprung in den Ständerat? Antworten auf diese Fragen gibt es am Wahlsonntag, 20. Oktober. Die Medien berichten breit über die Parlamentswahlen. Keystone-SDA setzt erstmals Textroboter Lena in allen vier Landessprachen ein (persoenlich.com berichtete). Und so berichten die grössten Medienhäuser:


SRF

Am Tag der eidgenössischen Parlamentswahlen ist SRF während 15 Stunden «hautnah am Geschehen», wie es in einer Mitteilung heisst. Das trimediale Informationsangebot umfasse Hochrechnungen, Resultate, Analysen und Reaktionen. Online wird ab 9 Uhr getickert, Radio und Fernsehen gehen ab Wahlurnen-Schliessung um 12 Uhr auf Sendung.

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Durch die TV-Wahlsendung «Wahlen 19» auf SRF 1 führt bis Mitternacht Susanne Wille. Für die Analysen stehen ihr im Studio in Zürich Moderator Urs Leuthard und Lukas Golder von der GFS Bern zur Seite. Beim Radio (Radio SRF 1 und SRF 4 News) führen Simone Hulliger und Brigitte Kramer durch die Wahlsendung. Am Montag gibt es zudem Sondersendungen, so am TV «Wahlen 19: Nachwahlsendung» mit Sandro Brotz.



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Die Redaktionen von Tamedia hätten die Erfahrung der Politjournalistinnen mit dem Know-how der Datenjournalisten und der technischen Fachleute gebündelt, um ihren Lesern «eine umfassende und interaktive Abdeckung der eidgenössischen Wahlen» zu bieten. So werden am Wahlsonntag in einem interaktiven Dashboard in den News-Apps und Portalen von Tamedia live die detailliertesten Resultate für die gesamte Schweiz und jeden Kanton übersichtlich dargestellt, heisst es in einer Mitteilung. Gleichzeitig liefern die Redaktionen Texte zum Wahlverhalten jeder einzelnen Schweizer Gemeinde dank dem Einsatz eines Algorithmus. Auch die lokalen Redaktionen von Tamedia seien stark in die Wahlberichterstattung eingebunden. Ab Montagmorgen finden die Leser auf den Newsportalen von Tamedia zudem die Karte des neuen Parlaments mit Bild und Kurzbiographie aller Gewählten.



ringier

«Blick» legt den Fokus auf die Fragen, welche Auswirkungen die Klimadiskussion auf die Wahlen hatte und wie viele Frauen gewählt werden. Auf blick.ch werde es ab Sonntagvormittag bis in die Nacht einen Ticker geben – mit Hochrechnungen, Resultaten, Reaktionen. «Zudem werden wir auf blick.ch ab 15.30 Uhr bis etwa 23.30 Uhr in einem Live-Stream aus dem Bundeshaus berichten», so Ringier-Sprecher Manuel Bucher auf Anfrage. Unter anderem sind Talks mit Parteiexponenten geplant. Zudem werde «Blick»-Experte Claude Longchamp die Hochrechnungen und Ergebnisse für die User einordnen. Die Moderationen übernehmen Hannes Britschgi, Lea Hartmann und Sermîn Faki. Christian Dorer, Chefredaktor Blick-Gruppe, wird das Wahlergebnis in Video und Text kommentieren. «Die besonders spannenden Rennen – zum Beispiel in Graubünden – werden wir ebenfalls vor Ort abdecken, in Video und Text», so Bucher. Auch «Soda», das «Blick»-Instagram-Magazin, das Junge für Politik animieren soll, werde zielgruppenspezifisch aus dem Bundeshaus berichten. In der «Blick»-Montagsausgabe seien vertiefende Analysen geplant.




nzz

Die «Neue Zürcher Zeitung» liefert online erste Texte am Sonntagvormittag. Der Live-Ticker startet ab circa 11 Uhr. Aussenposten würden Resultate aus den Kantonen liefern und die Visuals-Ressorts diverse aktuelle Stücke. Wie NZZ-Inlandchef Michael Schoenenberger auf Anfrage auflistet, gäbe es zudem Video-Interviews aus Bern. Im Einsatz in Zürich (Inland und Visuals) seien etwa zwölf Personen, an den Aussenposten vier Personen und in Bern (Inland und Video) weitere elf Personen. Weitere vier Mitarbeitende betreuen die Social-Media-Accounts. Alle diese Mitarbeitenden würden konvergent arbeiten, also auch für die Printausgabe vom Montag. Die «NZZ am Sonntag» werde die Wahlen mit zwei Redaktoren im Bundeshaus verfolgen. Auf Sonntag geplant ist zudem eine grosse Reportage unter dem Arbeitstitel «Die Schweiz in 24 Stunden». Die Sonntagspresse habe an einem Wahlsonntag gegenüber den Wahlresultaten sehr schlechte Karten im Wettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit, sagt Manon Fritschi von der Unternehmenskommunikation der NZZ dazu. Deshalb habe man sich Gedanken gemacht über die Schweiz. «Was macht die Schweiz aus? Was hält sie zusammen, was trennt sie?» Ein 18-köpfiges Team liefert Kurzreportagen aus der ganzen Schweiz, die zusammen 24 Stunden abdecken.




chmedia

CH Media verfüge in der Deutschschweiz über das dichteste Redaktionsnetz aller Medienhäuser. «Wir werden diese Stärke nutzen und unseren Leserinnen und Lesern online und im Print eine breite Berichterstattung zu den Wahlen bieten, wie wir das auch schon im Vorfeld getan haben», so Stefan Heini, Leiter Unternehmenskommunikation, auf Anfrage von persoenlich.com. «Dabei bleibt unser Fokus natürlich auf den einzelnen Kantonen; schliesslich sind sie die Wahlkreise und schliesslich gibt es eine Reihe interessanter Wahlgänge für den Ständerat.» Für die nationale Einordnung würden die Inland- und Bundeshausredaktion sowie die Korrespondenten in der Romandie und im Tessin sorgen. Auch die Regional-TV-Sender von CH Media (TeleZüri, Tele M1, TeleBärn, TVO und Tele 1) berichten ausführlich über die Wahlen.



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