Bei der Live-Übertragung von Ereignissen oder der Produktion von Serien will die BBC künftig auf jegliche Unterstützung von Firmen verzichten. Der britische öffentlich-rechtliche Rundfunk hat kommerzielles Sponsoring in seinen Radio- und Fernsehprogrammen untersagt. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Richtlinie ist nur noch die Werbung von gemeinnützigen Organisationen für wenige Sendungen wie Konzerte oder Preisverleihungen erlaubt. Strikte Regeln gelten auch für BBC-Veranstaltungen, die nicht übertragen werden. Auf diese Weise soll die Unabhängigkeit der gebührenfinanzierten BBC gestärkt werden.
Im privaten Rundfunk soll unterdessen das gezielte Platzieren von Produkten bald erstmals erlaubt sein. Am Mittwoch soll dazu ein Gesetz vorgelegt werden, das bestimmte Produktwerbung auch ausserhalb der Programmpausen für Werbung erlaubt. Die britische Regierung will nach eigenen Angaben so mehr Wettbewerb zwischen den privaten Radio- und Fernsehsendern ermöglichen. Sie leiden seit einem halben Jahr unter massiven Einbussen bei den Werbeeinnahmen. (sda)

