09.09.2005

Deutschland

Sportwettensender geht im Oktober an den Start

Wenn die Quote stimmt.

Die Hamburger Firma "Telespass TV GmbH" will sich ab dem Herbst bei allen ausgebufften sowie heimlichen Zockern mit einem neuen Sportwettensender einen Stammplatz auf der Fernbedienung sichern. Aus dem 24-Stunden-Programm, zu empfangen über Astra-Satellit und im digitalen Kabel-Netz, ragt dabei das Live-Format "SportsWin.TV" heraus, das täglich zwei Stunden dauern soll und inhaltlich auf Ausblicke und Ergebnisse der beliebtesten deutschen Ballsportarten sowie prominente Gäste aus Sport und Medienszene setzt.

"Nach Gesprächen, Porträts und Einspielfilmchen beispielsweise zum Fußball, Basketball oder Handball schlagen wir in dieser Sendung eine Brücke hin zur eindeutigen Animation der Zuschauer zum Wetteinsatz. Dafür arbeiten wir mit einem Partner zusammen, der die entsprechende deutsche Buchmacherlizenz besitzt", erklärte Markus Ristau, Chef vom Dienst, gegenüber pressetext das geplante Konzept.

Nächster Heimsieg für die Bayern, K.o.-Schlag vor der zehnten Runde oder Goldmedaille für den Außenseiter -- fast alle Wettvarianten sind dabei auf dem Weg zum erhofften "schnellen Geld" denkbar. Um den Zuschauern den bekanntlich stets "todsicheren Tipp" zu ermöglichen, wird im redaktionellen Teil an vielfältigen Informationen zu Sportlern, Teams und Veranstaltungen nicht gespart. Die Verhandlungen mit dem noch benötigten Moderator befinden sich kurz vor dem Abschluss, der offizielle Startschuss ist spätestens für den 15. Oktober geplant.

Fester Bestandteil der sportlichen Dauerberieselung auf Infotainment-Niveau bleibt übrigens das Angebot von "Raze TV", Deutschlands erster Sender für Pferdesport, der sich seit November 2003 von den Galopp- und Trabrennbahnen von Hamburg bis München meldet. Der durchschlagende Erfolg blieb jedoch aus: Erst im März 2005 wurde bekannt, dass die Geschäftsführung statt 1,25 Millionen Euro pro Jahr nur noch rund 200.000 Euro an die Vertragspartner bezahlen kann. Selbst RTL-Sportkollege Ulli Potofski hatte als sachkundiger "Pferdeflüsterer" die Totoumsätze durch seine TV-Gemeinde nicht steigern können.


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