06.05.2023

Sparplan

SRG kritisiert Artikel von Weltwoche und CH Media

Die Radio- und Fernsehgesellschaft habe im Jahr 2022 nicht wie angekündigt gespart, schreiben die beiden Medien. Das sei falsch, heisst es bei der SRG.
Sparplan: SRG kritisiert Artikel von Weltwoche und CH Media
Das Logo der SRG unterhalb von Bildschirmen. (Bild: Keystone//Gian Ehrenzeller)

Kritik von der Weltwoche, dann einen Tag später von CH Media: Die Radio- und Fernsehgesellschaft habe im Jahr 2022 nicht wie angekündigt gespart, heisst es in beiden Medienbeiträgen. Eigentlich sollte das Unternehmen 50 Millionen sparen, doch die Kosten seien um 54 Millionen Franken gestiegen. 

Die SRG bezeichnet diese Angaben als «falsch». «Die SRG hat 2020 angekündigt, dass sie von 2021 bis 2024 weitere 50 Millionen Franken einsparen muss und wird», schreibt Edi Estermann, Leiter Medienstelle SRG-Generaldirektion. Um einen aktuellen «Pegelstand» dieses Sparprogrammes zu erhalten, könne man in der Erfolgsrechnung nicht einfach die beiden Ausgabenspalten von 2021 und 2022 miteinander vergleichen, kritisiert er.

Dazu nennt Estermann zwei Beispiele: Die SRG musste demnach 2022 zur Stützung der wegen den kränkelnden Finanzmärkten unter Druck geratenen Pensionskasse 35 Millionen Franken hinterlegen. Diese sogenannte «Arbeitgeberbeitragsreserve» habe die SRG nur aufbringen können, weil dieses Geld im Unternehmen anderweitig bereits eingespart worden sei. Sobald sich die Finanzmärkte erholten, sei dieses Geld zurück im Unternehmen und Teil des 50-Millionen-Sparprojektes.

Im Weiteren habe die Produktion des offiziellen Weltsignals der alpinen Skirennen der Olympischen Winterspiele der SRG 2022 nicht bloss einen schönen zusätzlichen Ertrag eingebracht, sondern natürlich auch einen projektbezogenen Aufwand verursacht. (wid)


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