09.04.2003

Irak-Krieg

SSM, comedia und SVJ zum US-Angriff auf Medienschaffende in Bagdad

Untersuch vor einem Kriegstribunal gefordert

Am Dienstag sind in Bagdad im Hotel "Palestine" Medienschaffende von den amerikanischen Truppen gezielt unter Beschuss genommen worden, wobei es tragischerweise auch Tote gab. -- Die drei Verbände der Medienschaffenden in der Schweiz, SSM, comedia und SVJ, verurteilen dieses Vorgehen der amerikanischen Truppen "schärfstens". "persoenlich.com" bringt ihre gemeinsame Stellungnahme im Originaltext:

"Das Kriegsgeschehen darf nicht unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit ablaufen. Damit die Darstellung von Ereignissen und Verlauf der Kriegsführung im Irak aus unabhängigen Quellen gewährleistet ist, ist die Öffentlichkeit auf die Arbeit der Medienschaffenden in Bagdad angewiesen. Die drei Verbände SSM, comedia und SVJ sprechen den Medienschaffenden in Bagdad, welche auch die Redaktionen in der Schweiz mit Berichten und Material versorgen, ihren Respekt und ihre Solidarität aus.

Die in der Menschenrechtskonvention garantierte Medienfreiheit muss von kriegführenden Parteien strikt beachtet werden und die Arbeit der Medienschaffenden gerade unter Kriegsbedingungen ist daher absolut zu respektieren. Der offenbar gezielte Beschuss des Medienzentrums im "Palestine"-Hotel wie der Redaktion von El Dschasira in Bagdad durch die amerikanischen Truppen ist ein grosser Skandal und wird von den drei Verbänden scharf verurteilt. SSM, comedia und SVJ verurteilen jede Behinderung der Medienarbeit und jede Repression und Aggression gegenüber Medienschaffenden, egal durch welche Kriegspartei diese ausgeübt wird.


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