27.03.2022

SRF

St. Moritz-Doku sorgt im Engadin für Ärger

Eine Protagonistin des Films sei entgegen der Einblendung seit fünf Jahren nicht mehr Tourismus-CEO, so einer der Gründe.
SRF: St. Moritz-Doku sorgt im Engadin für Ärger
Der Film stammt von Kathrin Winzenried (im Bild) und Simon Christen. (Bild: Screenshot)

Letzte Woche zeigte SRF die Reporter-Sendung «Russisches Geld und die Schweiz». Im Fokus des Films steht der russische Industrielle Andrei Melnitschenko, der in St. Moritz seinen Wohnsitz hat.

Nun will die Oberengadiner Gemeinde bei der Ombudsstelle Beschwerde gegen den Beitrag einreichen, wie Mediensprecher Fabrizio D’Aloisio gegenüber dem SonntagsBlick sagt. «Wir sind überrascht und sprachlos über die Sendung», sagt er der Zeitung. Der Film zeigt offenbar Archivmaterial, das insinuiere, dass in St. Moritz trotz Ukraine-Krieg Partystimmung herrsche. Zudem sei die zitierte Ariane Ehrat entgegen der Einblendung durch SRF seit fünf Jahren nicht mehr Tourismus-CEO.

«Wenn eine entsprechende Beanstandung eingeht, wird die Redaktion – wie immer in solchen Fällen – gegenüber der Ombudsstelle ausführlich Stellung beziehen. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir uns vorher nicht öffentlich dazu äussern können», zitiert der Blick das Schweizer Fernsehen. (wid)


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