16.02.2004

Facts

Stefan Barmettler gibt ein bisschen Auskunft

Der Chefredaktorim AZ-Interview.

Der neue Chefredaktor des Nachrichtenmagazins Facts, Stefan Barmettler, hat sich im Interview mit der Aargauer Zeitung zu "seinem" Kind, dem umkonzipierten Facts geäussert. Was zu tun ist, um Facts ins 21. Jahrhundert zu katapultieren, ob es ein Medienressort braucht und was er von der Weltwoche hält, hat Barmettler der AZ offenbart.

"In den letzten paar Monaten haben wir uns klar als Nachrichtenmagazin positioniert", wehrt sich Barmettler gegen den Vorwurf, Facts habe sich in Sachen Themensetzung und Aufmachung mehr und mehr vom Nachrichtenmagazin weg hin zur Illustrierten gewandelt. "Wir wollen Primeurs -- Newsprimeurs, Ideenprimeurs", so Barmettler. Aber nicht nur was den Inhalt betrifft, werde Facts fokussieren. Facts, so Barmettler, müsse ein "modernes, wertiges Magazin mit beruhigtem Design" sein. "Die Vielfarbigkeit (...) wollen wir abstreifen und neuen Lesegewohnheiten Rechnung tragen". Wie dieses Ziel zu erreichen ist, glaubt Barmettler zu wissen: "Mit eleganterem Auftritt, weniger Kleinbildern, verstärktem Einsatz von Infografiken".

Die thematische Fokussierung auf Wirtschaft und Politik führe zu einem Abbau aller anderen Ressorts, fürchtet die AZ und macht sich besonders um das Medienressort Sorgen. Ob es ein solches weiterhin geben wird, wollte Barmettler nicht verraten. "Die Thematik wird weiterhin in Facts prominent und pointiert abgehandelt. Obs dafür künftig ein eigenes Ressort braucht, wird sich weisen".


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