26.04.2009

SRG

Strukturreform für Radio und Fernsehen verabschiedet

Reform tritt am 1. Januar 2010 in Kraft.

Die Delegiertenversammlung von SRG SSR idée suisse hat am Freitag in Bern die Strukturreform mit 33 zu 6 Stimmen verabschiedet. Die nötige Zweidrittelsmehrheit wurde damit bei weitem erreicht. Die Reform tritt am 1. Januar 2010 in Kraft. Mit der Reform nimmt die SRG SSR Abschied von den bisher stark föderalistischen Strukturen, klärt aber verflochtene Zuständigkeiten, die den Ansprüchen einer modernen Unternehmensführung nicht mehr entsprechen.

Wie SRG SSR idée suisse mitteilt, steht die Gesellschaft mit der Reform unter der einheitlichen Leitung des Verwaltungsrates und unter der durchgehenden operativen Führung des Generaldirektors. Generaldirektor Armin Walpen nehme die Führung des gesamten Unternehmens künftig ungeteilt wahr. Die Direktoren der Radios und Fernsehen der vier Regionalgesellschaften seien allein ihm unterstellt. Der Generaldirektor sei nicht mehr Mitglied der bisherigen regionalen Verwaltungsräte.

Diese regionalen Verwaltungsräte heissen gemäss Communiqué künftig Regionalvorstände und funktionieren wie ein Verwaltungsratsausschuss mit Mitwirkungsrechten in programmrelevanten Geschäften. Ihre Präsidenten gehören weiterhin dem Verwaltungsrat von SRG SSR an. Bisher war die Oberleitung bei SRG SSR geteilt. Die vier Regionalgesellschaften leiteten die Radios und Fernsehen ihrer Regionen. Die vier regionalen Verwaltungsräte legten das Budget fest oder ernannten Führungskräfte.

Die Regionalgesellschaften bestimmten Vertreter für die Delegiertenversammlung und den Verwaltungsrat SRG SSR. Die Direktoren der Unternehmenseinheiten waren ihren regionalen Verwaltungsräten Rechenschaft schuldig, nahmen gleichzeitig aber Einsitz in der nationalen Geschäftsleitung unter dem Generaldirektor. Der Generaldirektor wiederum war Mitglied der regionalen Verwaltungsräte. Der Bundesrat forderte bei der Konzessionserteilung im November 2007 eine Überprüfung dieses verflochtenen Systems mit Doppelunterstellungen. (sda)


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