23.04.2009

ITV/Youtube

Susan Boyle sorgt bei Werbern für Knatsch

Britischer Sender fordert andere Werbebedingungen auf Videoplattform.

In England harmoniert es derzeit ganz und gar nicht zwischen dem Fernsehsender ITV und YouTube. Grund dafür ist die Schottin Susan Boyle, die seit ihrem Auftritt in der Show "Britain's Got Talent" zum Star avanciert ist. Auf Youtube haben seit dem 11. April über 100 Millionen Menschen das Video von Boyle angeschaut. ITV will die Sängerin auf Youtube mit speziellen Werbeclips vermarkten, was die Videoplattform hingegen nicht zulassen will.

Ben McOwen Wilson, ITV Direktor für Online, sagt gegenüber der Times: "Wir akzeptieren die Standard-Bedingungen auf Youtube nicht, da das Video von Susan Boyle einzigartig ist." Sein Chef Michael Grade äusserte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über das Videoportal von Google: "Wenn Google&Co irgendwann eine Milliarde Pfund in die Inhaltsproduktion investiert, dann müssen wir echt besorgt sein. Diese Firmen sind Parasiten, die mit unseren Inhalten Geld verdienen. Wir wissen alle, dass der Inhalt der Schlüssel der Zukunft ist."

Solange sich ITV und YouTube also betreffend der Werbeeinnahmen nicht einig werden, entgeht beiden ein Millionengeschäft. Je nach Land zahlen Werbetreibende einen 1000er-Kontaktpreis zwischen 20 und 35 Dollar. Der beliebteste Clip von Boyle, in dem die Schottin "I dreamed a Dream" aus dem Musical "Les Miserables" singt, wurde zusammengerechnet mehr als 100 Millionen Mal auf Youtube angeschaut.


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