Nach der Übernahme des Westschweizer Medienkonzerns Edipresse durch die Tamedia hofft und erwartet Medienminister Moritz Leuenberger, dass der Zürcher Konzern seine neue staats- und medienpolitische Verantwortung wahrnimmt.
In der Fragestunde des Nationalrates sagte Leuenberger am Montag, der Bundesrat habe keine Interventionsmöglichkeit bei dieser Medienkonzentration gehabt. Er mache sich Sorgen um eine Deutschschweizer Kulturdominanz über die Romandie. Deshalb sei Tamedia gefordert.
Anderseits seien solche Fusionen in der Medienlandschaft auch ein Mittel, gegenüber "Giganten" wie Google zu bestehen und lebensfähig zu bleiben, sagte Leuenberger. Jetzt sei es an der Wettbewerbskommission (Weko), die Zulässigkeit der Übernahme aus wirtschaftlicher Sicht zu beurteilen.
Die Medienkonzentration sei nicht an sich schlecht, sagte Leuenberger. Es könne nicht ein Ziel sein, dass möglichst viele Zeitungen in Tat und Wahrheit die selben Nachrichtenagenturmeldungen abdruckten. Ein grosses Haus könne sich mehr Journalismus leisten. (sda)

