08.04.2009

Espace

Übernahme hat fast 200 Arbeitsplätze gekostet

Redaktionen mit mehr Mitarbeitern.

Bei der Jahresmedienkonferenz von Tamedia am Dienstag, wurde erstmals ersichtlich, welche Konsequenzen die Übernahme der Espace Media Groupe für die Personalsituation beim Berner Medienhaus hatte. Zählte die Espace Media Groupe im Dezember 2007 in Vollzeitstellen noch 984 Mitarbeitende, waren es im Dezember 2008 nur noch 789 Mitarbeitende.

Innerhalb eines Jahres gingen also 195 Stellen verloren oder wurden ausgelagert. So kam es bei der Espace im Druckbereich zu Unternehmensverkäufen, wobei die neuen Eigentümer um die 80 Stellen übernahmen. Beim Stellenabbau bei der Espace Media Groupe hat es nicht in erster Linie die Redaktionen getroffen. In diesem Bereich wurden insgesamt sogar zusätzliche Stellen geschaffen. Ende 2008 waren in den Redaktionen 284 Mitarbeitende tätig. Dies gegenüber 280 im Vorjahr.

Die verbliebenen Mitarbeiter können sich aber nicht nur freuen, weil sie ihren Job behalten haben. Als Anerkennung für ihr Engagement erhalten die Mitarbeitenden der Espace Media Groupe erstmals eine Gewinnbeteiligung. Der Betrag liegt je Mitarbeitendem und Vollzeitstelle bei 738 Franken.

In der gleichen Zeitspanne ist bei Tamedia (ohne Espace) der Personalbestand gestiegen. Dies unter anderem aufgrund der Lancierung des Newsnetzes. Genaue Zahlen wollte Tamedia-CEO Martin Kall jedoch nicht nennen. Ausgewiesen wurde allerdings der Betrag der Gewinnbeteiligung für Tamedia-Mitarbeiter. Dieser liegt mit 2'226 Franken wesentlich höher als bei Espace.

Die einfache Erklärung von Tamedia-Verwaltungsratspräsident Pietro Supino: "Tamedia war 2008 rentabler als die Espace Media Groupe." Und Martin Kall meinte ergänzend: "Ich sehe keinen Grund, warum Espace nicht in der Lage sein soll, künftig gleiches zu erreichen."


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