22.09.2009

Schweizer Illustrierte

Ueli Maurer war mit Bild unzufrieden

SI-Chef Nik Niethammer weist Kritik zurück.

Bundesrat Ueli Maurer sorgt nach seinem Auftritt am Verlegerkongress für Medienwirbel am Laufband. Aktuell geht es um ein Bild, das in der "Schweizer Illustrierten" erschienen ist. In einer Reportage wird Maurer sitzend und in kurzen Radlerhosen in seiner karg eingerichteten Wohnung in Münsingen fotografiert. Maurer war über das Bild gar nicht erfreut. Am Verlegerkongress sagte er: "Ich habe mich darüber auch geärgert, weil ich gesagt hatte: Aus der Wohnung gibt es keine Fotos. Da sieht man wieder, wie gearbeitet wird."

SI-Chef Nik Niethammer trifft die Kritik: "Ich war höchst erstaunt über Maurers Anschuldigungen." Denn selbstverständlich sei die Fotostrecke im Voraus mit VBS-Kommunikationschef Jean-Blaise Defago abgesprochen worden. "Und selbstverständlich wusste Ueli Maurer in jedem Moment, dass er fotografiert wird", so Niethammer in der MZ. Besonders irritierend sei, dass Kommunikationschef Defago das fertige Layout mit Bildern und Text gesichtet und abgesegnet habe. "Dass Bundesrat Ueli Maurer der Schweizer Illustrierten nun so in den Rücken fällt, ärgert mich sehr", so Niethammer, der nun einen Brief an Defago verfasste und darin eine Erklärung verlangt.

"Ich habe sie abgesegnet, jedoch ohne meinen Chef zu fragen", sagt Kommunikationschef Defago. Er glaube aber nicht, dass Maurers Ärger über die Fotos so gross sei: "Der Bundesrat hatte deswegen sicher keine schlaflosen Nächte." Dass die "Schweizer Illustrierte" verärgert ist, versteht Defago hingegen: "Ich übernehme dafür auch die Verantwortung."


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