24.03.2009

Nordkorea

US-Journalistinnen droht Anklage wegen Spionage

Vorwurf der illegalen Grenzüberschreitung.

Zwei in Nordkorea festgehaltene US-Reporterinnen müssen mit eine Anklage wegen Spionage rechnen. Sie sollen zur Befragung in Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang gebracht worden sein. Die beiden Frauen hätten während ihrer Recherche die Grenze zwischen China und dem kommunistischen Nordkorea übertreten, zitierte die südkoreanische Tageszeitung "JoongAng Ilbo" am Dienstag südkoreanische Geheimdienstbeamte.

Dem Bericht zufolge waren die Frauen am Dienstag vergangener Woche über den zugefrorenen Grenzfluss Tumen auf nordkoreanisches Gebiet gelaufen. Der Fluss sei an schmalen Stellen ein häufig benutzter Fluchtweg für Nordkoreaner, die sich nach China absetzen wollen.

Nordkoreanische Grenzsoldaten nahmen die beiden Frauen fest. Den US-Amerikanerinnen wird nach Berichten staatlicher nordkoreanischer Medien illegaler Grenzübertritt vorgeworfen. Sie recherchierten laut südkoreanischen Berichten im Auftrag des US-Kabelsenders Current TV eine Geschichte über nordkoreanische Flüchtlinge. Die Organisation Reporter ohne Grenzen rief Nordkorea auf, die beiden freizulassen. (sda)


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