29.03.2010

impressum

Verband pocht auf Qualität

Budgets für freie Journalisten dürften nicht weiter gekürzt werden.

Die Medienhäuser in der Schweiz sollen ihrer Kernaufgabe, dem Qualitätsjournalismus, höchste Priorität einräumen. Dies fordert die Delegiertenversammlung der Journalistenorganisation impressum in einer am Freitag verabschiedeten Resolution. Wirtschaftskrise und Strukturwandel in den Medien hätten Folgen, welche die Unabhängigkeit, Qualität und gesellschaftliche Funktion der Medien gefährdeten, stellt impressum in einem Communiqué besorgt fest. Redaktionsbudgets und Budgets für Aufträge an freie Mitarbeitende würden in krassem Umfang gekürzt.

Damit werde eine qualitativ hochstehende und unabhängige Berichterstattung verhindert. Die Zusammenarbeit zwischen Medien schränke die Meinungsvielfalt ein. Es bestünden Tendenzen, aus wirtschaftlichen Gründen Werbung und Information zu vermischen. Die Delegierten der grössten Journalistenorganisation der Schweiz fordern deshalb die Chefredaktoren auf, ihre journalistische Verantwortung wahrzunehmen und gegenüber den Medienhäusern durchzusetzen.

Kooperationen zwischen Medien – auch innerhalb derselben Medienkonzerne –, die Konvergenz und der Trend zu Newsrooms, dürften nicht dazu führen, dass verschiedene Medien dieselben Meinungen und Perspektiven veröffentlichten. Budgets für Aufträge an unabhängige freie Journalistinnen und Journalisten dürften nicht weiter gekürzt werden. Und Mehrfachverwertungen ohne Entschädigung müssten gestoppt werden. Die "Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten" seien einzuhalten. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen