22.11.2005

Edipresse

Verhandlungen über kollektiven Arbeitsvertrag abgebrochen

Redaktionen konsterniert.

Beim grössten Westschweizer Verlag Edipresse sind die Verhandlungen über einen firmeninternen kollektiven Arbeitsvertrag gescheitert. Dies teilte die Koordinationsstelle der verschiedenen Edipresse-Redaktionen am Dienstag mit.

Die Redaktions-Vertreter hatten zusammen mit der Edipresse- Generaldirektion seit einem Jahr über die Erneuerung eines Firmenvertrages verhandelt. Der zurzeit gültige Firmenvertrag läuft Ende 2006 aus. Er sieht bessere Leistungen vor, als der Westschweizer Presse-Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der auch bei Edipresse gilt.

Die Vorschläge der Direktion für einen neuen Firmen- Zusatzvertrag hätten deutliche Einbussen bei den Löhnen gebracht, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag. Die betroffenen Redaktionen -- darunter die Tageszeitungen 24 Heures, Tribune de Genève, Le Matin sowie die Wirtschaftszeitung Bilan -- hätten dieses Angebot zurückgewiesen.

Die Redaktionsvertreter hätten darauf der Direktion ein neues Angebot unterbreitet. Materiell habe man sich stark dem Vorschlag der Direktion angenähert. Als Gegenleistung habe man aber gefordert, für die Vertragsdauer von zwei Jahren auf Entlassungen aus wirtschaftlichen Gründne zu verzichten. Auf diesen Vorschlag sei die Direktion nun gar nicht eingetreten.


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