Der Verlag des Magazins Reader's Digest hat in den USA Insolvenz angemeldet. Dort will der Konzern versuchen, sich unter Gläubigerschutz nach "Chapter 11" des US-Insolvenzrechts zu sanieren, wie die Reader's Digest Association am Montag mitteilte. Der Insolvenzantrag ist Teil eines zusammen mit den Gläubigern aufgestellten Plans zur Reduzierung der Schulden. Die Geschäfte in Kanada, Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien, Australien und Neuseeland sind davon nicht betroffen.
Das Unternehmen hat Anfang vergangener Woche eine grundsätzliche Einigung mit einem Hauptteil seiner Gläubiger erzielt. Demnach soll ein Teil der Schulden von 1,6 Mrd. Dollar gegen Firmenanteile eingetauscht werden, wodurch die Geldgeber faktisch zum Eigentümer vom Reader's Digest werden. Das Magazin ist nach Konzernangaben die auflagenstärkste verkaufte Monatszeitschrift der Welt. Der Verlag besitzt Büros in 45 Ländern und veräussert zudem Bücher, Musiksammlungen und Videos. (sda)

