05.10.2009

USA

Verlage forcieren E-Reader-Angebot im Netz

Ein Joint Venture plant "Onlinekiosk".

Die US-Zeitschriftenverlage setzen auf einen gemeinsamen digitalen Vertriebskanal. Unter der Führung von Time Warner wollen die Konzerne ab Mitte 2010 ihre Titel für digitale Lesegeräte anbieten. Das Joint Venture soll unabhängig von den Verlagen agieren und möglichst bald Verhandlungen mit mächtigen Distributoren wie Amazon (Lesegerät Kindle) und Apple aufnehmen. Zugleich könnten gemeinsame Standards für die Vermarktung auf mobilen Online-Kanälen etabliert werden. Auf E-Readern liegen viele Hoffnungen der Medienwirtschaft, erfolgreich Bezahlinhalte verkaufen zu können.

Interessanterweise firmiert die Idee in US-Mediendiensten als "Hulu for magazines", was wohl die Idee unterstreichen soll, dass – wie bei der Online-TV-Plattform – konkurrierende Medienanbieter sich auf einer Bühne präsentieren. Die Bezeichnung "Onlinekiosk" stammt aus einer Reuters-Meldung.

Wie "Allthingsdigital" ausführt, hat Manager John Squires von Time Inc. die Verhandlungen seit dem Frühjahr geführt und bereits weit gebracht. So soll die Idee, Zeitungsinhalte zu integrieren, vorerst gescheitert sein. Offen ist, ob auch ein Technologieunternehmen am Joint venture beteiligt wird. Ein eigener E-Reader der Verlage soll aber nicht geplant sein. (Quelle: Meedia)


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