Das italienischsprachige Radio und Fernsehen (RSI) informiert ausreichend über die Ereignisse im Kanton Graubünden. Zu diesem Schluss kommt die Regionalgesellschaft CORSI. Sie weist Vorwürfe aus dem Kanton Graubünden als unbegründet zurück. Der Ball liegt nun beim Bundesamt für Kommunikation. Dieses muss über eine 63 Seiten umfassende Aufsichtsbeschwerde befinden, die Ende September von der Bündner Regierung sowie von vier Privatpersonen eingereicht worden ist.
Aus Bündner Sicht erfüllt die RSI ihren Konzessionsauftrag nicht. Die inhaltliche Versorgung der italienischsprachigen Täler Graubündens sei ungenügend. Um seine Behauptung zu belegen, führte Graubünden während drei Jahren ein Monitoring der RSI-Sendungen. Die CORSI weist diese Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Über die Geschehnisse in Graubünden werde ausreichend in Form von lokalen und regionalen Nachrichten berichtet. Die RSI erfülle ihren Konzessionsauftrag, heisst es in einem Communiqué vom Dienstag.
Wenn die RSI noch mehr Informationssendungen Bündner Themen widmen würde, dann würde sie in Konflikt mit dem Radio- und Fernsehgesetz geraten. Denn dieses besage, dass die SRG keine Regionalprogramme verbreiten dürfe, so die CORSI. (sda)

