Der Medienunternehmer Leo Kirch hat in seinem jahrelangen Rechtsstreit mit der Deutschen Bank erneut eine Niederlage einstecken müssen. Das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) wies Anfechtungsklagen von Kirch gegen Beschlüsse der Deutsche-Bank-Hauptversammlung 2008 zur Erhöhung des Grundkapitals zurück. Die Anfechtung sei "offensichtlich unbegründet", was bedeute, dass eine Klage mit hoher Sicherheit erfolglos bleiben werde, hiess es am Montag in einem Urteil des OLG. Eine Revision liessen die Richter nicht zu.
Kirch überzieht die Deutsche Bank und deren ehemaligen Chef Rolf Breuer seit sieben Jahren mit Klagen. Der 82-Jährige wirft der Deutschen Bank vor, für die Pleite seines Medienimperiums verantwortlich zu sein, weil Breuer 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit seiner Firma angezweifelt habe. Die Banken hätten daraufhin den Geldhahn zugedreht, was die Insolvenz zur Folge gehabt habe. Die Deutsche Bank hingegen weist eine Schuld am Zusammenbruch des Kirch-Imperiums zurück. (sda)

