01.12.2008

Report

Werbeeinahmen der Schweizer Zeitungen sinken deutlich

Wachstumpotential liegt im Internet.

Die Finanzmarktkrise und Rezession gehen an den Zeitungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz nicht spurlos vorüber. Die Werbeeinnahmen der Zeitungen werden zwischen 2007 und 2010 in Deutschland und in der Schweiz deutlich sinken. Einziger Lichtblick: Die Werbeausgaben für Online steigen weiter. Dies ist das Fazit des Reports "Zeitungen 2012 -- Die Krise als Normalfall?“von Mediareports.

Werbeerlöse in der Schweiz 2012 niedriger als 2007

In Deutschland sinken die Werbeeinnahmen der Zeitungen bis 2010 laut Report um rund 12 Prozent. Anschliessend steigen sie zwar wieder etwas an, die Einnahmen von 2012 liegen jedoch um 475 Millionen EUR niedriger als die von 2007.

Nicht viel besser ist die Situation in der Schweiz. Hier verlieren die Zeitungen zwischen 2007 und 2010 etwa 11 Prozent ihrer Werbeeinnahmen. In den beiden Folgejahren können sie 40 Millionen EUR an Zuwachs realisieren, dennoch fehlen ihnen gegenüber 2007 rund 80 Millionen EUR, schreiben die Autoren.

In Österreich, wo die Werbeumsätze auf einer Bruttostatistik basieren, ist die Entwicklung von den Zahlen her weniger dramatisch. Zwar erwartet mediareports Prognos für 2009 einen Rückgang der Werbeerlöse, brutto liegen die Werbeeinnahmen 2012 jedoch 11 Prozent höher als 2007.

Wachstum bei den Online-Werbeeinnahmen

Trotz dieser zum Teil wenig erfreulichen Entwicklungsperspektive bleiben die gedruckten Zeitungen in den deutschsprachigen Ländern insgesamt die stärksten Werbeträger. Jedoch wird in Deutschland das Fernsehen die Tageszeitung bis 2012 als wichtigstes Werbemedium überholt haben.

Wachstumsperspektiven eröffnen sich den Verlagen vor allem und fast ausschliesslich in den digitalen Geschäftsfeldern, so der Report. Die Online-Werbeeinnahmen der Zeitungen steigen laut Prognose deutlich an, doch bis 2012 können auch diese Zugewinne im Online-Segment die sinkenden Werbeeinnahmen im Printbereich nicht ausgleichen. Langfristig allerdings können Zeitungsverlage mit einer überzeugenden Gesamtstrategie, die die Stärken von Print und Online vorteilhaft kombiniert und aufeinander abstimmt, neue Leser- und Werbekundenpotenziale erschliessen, erläutern die Autoren zum Schluss.

--> Herausgeber der mediareports Prognos ist Dr. Josef Trappel, die redaktionelle Verantwortung liegt beim Daniel Hürst Verlag in Freiburg im Breisgau. Die mediareports entstehen in Kooperation mit der Prognos AG, Basel/Berlin. Die Prognos AG berät seit 1959 europaweit Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft in Zukunftsfragen. Auf Basis neutraler Analysen und fundierter Prognosen entwickelt Prognos nach eigenen Angaben praxisnahe Entscheidungsgrundlagen und Zukunftsstrategien für Unternehmen, öffentliche Auftraggeber und internationale Organisationen.


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