Die Talfahrt der Werbe-Einnahmen der Schweizer Presse hat sich im April weiter beschleunigt. Sie brachen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,6 Prozent ein. Im März hatte der Rückgang 16,6 Prozent betragen. Insgeamt wurden im April Inserate im Wert von 145,0 Mio. Fr. platziert, wie die AG für Werbemedienforschung WEMF am Dienstag mitteilte. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass wegen der Ostertage in diesem April die Tageszeitungen zwei Ausgaben weniger veröffentlichten als 2008.
Von den gesamten Einnahmen entfielen 14,3 Mio. Fr. auf Stellenanzeigen, die im Jahresvergleich um 53,2 Prozent einbrachen. Die kommerziellen Anzeigen sackten um 26,1 Prozent auf 114,1 Mio. Fr. ab. Die Liegenschaftenanzeigen gingen um 24,5 Prozent auf 5,8 Mio. Fr. zurück. Ein Zuwachs wurde dagegen bei den Prospektbeilagen verzeichnet (+3,9 Prozent auf 10,9 Mio. Franken).
Die Zeitungen waren unterschiedlich stark betroffen: Die Finanz- und Wirtschaftspresse musste ein Minus von 42,9 Prozent auf 4,7 Mio. Fr. verkraften. In der Sonntagspresse gingen die Einnahmen um 30,1 Prozent auf 14,5 Mio. Fr. zurück. Die Tagespresse verbuchte ein Minus von 29,5 Prozent auf 79,8 Mio. Franken.
Nicht besser erging es der Spezialpresse (-28,8 Prozent auf 15,6 Mio. Franken), der Publikumspresse (-23,3 Prozent auf 21,1 Mio. Fr.) und der Fachpresse (-21,9 Prozent auf 5,0 Mio. Franken). Vergleichweise glimpflich kam die regionale Wochenpresse davon (-16,6 Prozent auf 4,3 Mio. Franken). (sda)

