09.08.2005

USA

Wettbewerb im Ohrfeigen wird für Radiostation teuer

240'000 Dollar Strafe für ausgefallene Marketingstrategie.

Weil er zur Belustigung seiner Hörer serienmässig junge Frauen zu Ohrfeigen-Duellen aufeinanderhetzte, muss ein New Yorker Radiosender nun 240 000 Dollar (300 000 Franken) Strafe zahlen.

Wie die Justizbehörden am Dienstag mitteilten, soll der Hip-Hop- Sender Hot 97 damit eine Werbekampagne gegen Gewalt finanzieren. Zwischen April 2004 und Januar 2005 hatte Hot 97 insgesamt 24 Ohrfeigen-Wettbewerbe organisiert.

Die Teilnehmer, vor allem junge Frauen, wurden dazu ermuntert, sich aufeinander zu stürzen und zu ohrfeigen. Dafür konnten sie Konzertkarten und Bargeld bis zu einem Betrag von 5000 Dollar gewinnen. Bilder der Kontrahentinnen wurden anschliessend auf der Internet-Seite von Hot 97 veröffentlicht.

Die Strafe für Hot 97 solle ein "Alarmzeichen" sein, erklärte der Justizminister des Bundesstaates New York, Eliot Spitzer. Die Verantwortlichen in der Unterhaltungsindustrie sollten nicht denken, es sei eine "intelligente Marketing-Strategie, über die Stränge zu schlagen".


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