11.01.2010

US-Studie

Zeitungen trotz Web führend bei neuer Information

Wenig News-Gehalt in Online-Medien.

Zeitungen und andere "traditionelle Medien" wie Zeitschriften, Radio und Fernsehen sind einer Studie zufolge trotz der Konkurrenz durch das Internet weiterhin die Hauptinformationsquelle der US-Bürger. 95 Prozent der Geschichten mit neuen Informationen stammten aus den traditionellen Medien, hauptsächlich Zeitungen, heisst es in einer am Montag veröffentlichten Studie des Pew-Forschungszentrums für Journalismus, das Medien in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland untersucht hatte. An den vornehmlich Zeitungen entstammenden Geschichten würden sich dann alle anderen Medien orientieren.

Darüber hinaus fanden die Wissenschaftler heraus, dass 83 Prozent der Geschichten keine neuen Informationen enthielten. In lediglich 17 Prozent der Geschichten habe es Neuigkeiten gegeben, diese stammten demnach fast ausschliesslich von traditionellen Medien.

Ihre Ergebnisse wollten die Forscher vor allem vor dem Hintergrund zunehmender Kürzungen bei "professionellem Journalismus" betrachtet wissen. Dies könnte zu mehr Einfluss der Regierungen führen, da viele der "neuen Medien" lediglich die offizielle Sicht der Dinge wiedergäben. Oft erschienen offizielle Pressemeldungen fast wortgleich in diesen Medien - meist ohne dies anzugeben. Vor allem in Online-Medien wird laut der Pew-Studie oft kopiert und zitiert, ohne darauf zu verweisen. (sda)


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