Die Tariferhöhung betrifft das sogenannt taggenaue Angebot der Post, bei dem der Verteiltag klar festgelegt ist. Dessen Preise steigen per 1. Januar 2027 über alle Gewichtsstufen um drei Prozent. Die Vereinbarung läuft bis Ende 2029. Gratiszeitungen ohne fixes Verteildatum sind von der Tariferhöhung nicht betroffen, ebenso wenig die Preise für Beilagen. Betroffen sind unadressierte Titel wie Gemeindeanzeiger oder breit gestreute Lokalzeitungen, die anders als abonnierte Titel keine Presseförderung erhalten.
Die Erhöhung ist Teil eines grösseren Pakets. Weil die Briefmengen sinken, beantragt die Post beim Preisüberwacher regelmässig höhere Preise. 2025 kam sie damit grösstenteils nicht durch. Der Preisüberwacher verwies damals auf das gute Ergebnis im Vorjahr und strich die beantragte Tariferhöhung bei den Gratiszeitungen. Diesmal kam das Unternehmen damit durch: Von den beantragten 102,7 Millionen Franken zusätzlicher Einnahmen darf es gut 80 Millionen erzielen – neben höheren Briefmarkenpreisen auch mit der Tariferhöhung. (nil)
06.08.2026
Preisüberwacher
Zustelltarif für Gratiszeitungen nun doch erhöht
Post und Preisüberwacher haben einvernehmlich festgelegt, dass die Kosten für die datumsgenaue Zustellung von Gratiszeitungen ab 2027 um drei Prozent steigen – vor einem Jahr war eine Erhöhung noch gestrichen worden.
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