31.08.2017

Evoq

«Der Name entstand während einer Skitour»

Ein Grund zum Feiern: Die Agentur wird am Freitag zehn Jahre alt. Zum Jubiläum blicken Firmengründer Christian Sutter und Mitinhaber Adrian Schaffner zurück. Sie verraten, was Evoq bedeutet – und weshalb so viele Frauen in der Agentur arbeiten.
Evoq: «Der Name entstand während einer Skitour»
Die Geschäftsleitung von Evoq (v.l.): Ralph Kaebe (Senior Berater und Inhaber Evoq Deutschland GmbH), Oliver Weibel (Senior Berater, Programmierer, Inhaber Evoq Labs AG), Adrian Schaffner (Senior Berater, Inhaber Evoq Communications AG) und Christian Sutter (Senior Berater, Creative Director, Inhaber Evoq Communications AG). (Bilder: zVg.)
von Christian Beck

Herr Sutter, Herr Schaffner, Evoq feiert am 1. September Jubiläum. Was gab vor zehn Jahren den Ausschlag, die Agentur zu gründen?
Christian Suter: Wir kannten uns beide schon lange und hatten unsere Sporen, zum Teil gemeinsam, bei Interbrand abverdient. Auch privat verbrachten wir immer viel Zeit zusammen; oft waren wir auf eigene Faust in den Bergen unterwegs. Damit kam die Lust und der Mut, beruflich etwas zu wagen und mit unserem Know-how an den Start zu gehen.

Adrian Schaffner: Nach über 15 Jahren in Agenturen war es an der Zeit, eine eigene Agentur nach unserem Gusto zu gründen.

Aber genau genommen war es gar keine Gründung, sondern eine Umfirmierung von Sutter Design Identity
Sutter: Nicht wirklich. Ich hatte schon vorher meine kleine Design-Agentur, aber die Gründung von Evoq markierte einen klaren Neustart. Da kamen nicht nur zwei Partner zusammen, sondern auch ganz viel Erfahrung, Netzwerke und neue Ideen. Evoq war für uns beide etwas ganz Neues.

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Adrian Schaffner wurde Mitinhaber. Blieben Sie, Herr Sutter, als Gründer der «heimliche Chef» oder sind beide gleichberechtigt?

Sutter: Wir waren von Anfang an gleichberechtigt und haben uns sehr gut ergänzt. Ich glaube, das ist eines der Erfolgsrezepte von Evoq. Wir teilen uns die Aufgaben – jeder hat seine Schwerpunkte und seine Kunden.

Wie ist Evoq positioniert? Eher Werbe-, Branding- oder Marketingagentur?
Sutter: Wir sehen uns als Full-Service-Agentur – wobei unsere Sicht immer sehr stark von der Markenbrille geprägt ist. Eine klassische Werbeagentur sind wir nicht.

Schaffner: Unsere Wurzeln liegen klar im Branding. Heutzutage stellen wir fest, dass die Grenzen zunehmend verschwimmen. Kunden – vor allem die kleineren bis mittelgrossen – wollen heutzutage häufig alles aus einer Hand. Daher haben wir uns in Richtung Kommunikation und Werbung entwickelt mit einem starken Fokus auf Online. Daher haben wir auch vor ein paar Jahren unsere Digitaltochter Evoq Labs gegründet, die von der Website-Entwicklung bis zu Social-Media-Konzepten alles schlüsselfertig liefert.

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Evoq leitet sich vom lateinischen «evocare» ab, was mit verlocken, verleiten oder entlocken übersetzt werden kann. Wie verlocken und verleiten und was entlocken Sie?
Sutter: Mir gefällt die italienische Bedeutung besser: hervorrufen, bewirken. Uns ist es wichtig, dass wir für unsere Kunden etwas erreichen. Die besten Konzepte nützen ihnen nichts, wenn sie damit keine Wirkung im Markt erzielen – das ist unsere Existenzberechtigung als Agentur. «Evozierend» ist einer unserer drei Markenwerte.

Wie kamen Sie auf die Idee für den Firmennamen?
Sutter: Schaffner-Sutter sollte es definitiv nicht sein, weil nicht Personen im Vordergrund stehen sollten. Wir wollten einen Namen mit Bedeutung. Evoq fiel uns auf einer Skitour im Rotondogebiet ein. Wir dachten zuerst an «Echo», aber das war uns zu wenig aktiv, zu wenig wirksam und zu banal. Auf dem Weg zum Gipfel drehte sich das Namenskarussell. Als wir unser Ziel erreicht hatten, war der Name Evoq geboren.

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Und wie hat sich Evoq in den letzten zehn Jahren verändert?
Sutter: Wir sind breiter aufgestellt und dadurch viel leistungsfähiger als bei der Gründung. Wir haben gezielt in die Beratung investiert und uns auch mit externen Fachleuten zusammengetan, um Spezialgebiete wie Geomapping oder Signaletik entwickeln zu können.

Schaffner: Ausserdem haben wir uns mit unserem eigenen Büro in Köln in einem gewissen Masse internationalisiert. Es arbeiten aktuell rund zehn Mitarbeitende in Köln und betreuen in erster Linie Kunden im deutschen Markt. Wie bereits erwähnt, setzen wir stark auf Digital und realisieren regelmässig Projekte im Bewegtbildbereich. So haben wir nicht nur eigene Programmierer, sondern auch Mitarbeitende, die in der Lage sind, Film- und Animationsprojekte vollumfassend abzuwickeln. Wir sehen von Kundenseite her einen stark zunehmenden Bedarf für Content und Bewegtbild.

Gab es auch Krisen?
Sutter: Durchaus – das gehört dazu. Aber zum Glück keine existenziellen. 

Evoq hat überdurchnittlich viele Frauen im Team, doppelt so viele wie Männer. Weil Sie beide Männer sind?
Sutter: Unsere Quote ist heute ausgeglichener. Am Anfang hatten wir nur Frauen. In der ganzen Evoq-Gruppe – also Zürich und Köln – sind es heute 12 Männer versus 22 Frauen.

Was werden Sie in den nächsten zehn Jahren noch bewegen?
Sutter: Evoq wird sich noch stärker im digitalen Bereich bewegen und sich dort mit dem Thema Markenentwicklung positionieren. Ebenfalls verstehen wir uns immer mehr als Content-Lieferanten. Generell werden wir unsere Präsenz im deutschsprachigen Raum noch weiter ausbauen.

Schaffner: Grundsätzlich sind aber zehn Jahre nicht nur in unserer Branche eine lange Zeit, um präzise Vorhersagen zu treffen. Insofern halten wir uns stets an unser eigenes Vision Statement: «Alles in unserem Leben ist vom Wandel geprägt. Nur wer diesen willkommen heisst, kann ihn mitgestalten und in Zukunft erfolgreich sein.»

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Bevor Sie in die Zukunft starten: Wie feiern Sie das Jubiläum?
Sutter: Mit einem rauschenden Fest, zusammen mit Kunden, Mitarbeitenden und Partnern, in unserem gemütlichen Garten an der Ottikerstrasse.



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