Seit Mitte Mai ist der ehemalige Publizistische Leiter von CH Media Kommunikationschef von Finanzministerin Karin Keller-Sutter (persoenlich.com berichtete). In den Tagen seines Stellenantritts veröffentlichte die Tagi-Journalistin Michèle Binswanger unter dem Titel #hateleaks in einem persönlichen Blog Dokumente, die beweisen sollen, dass Jolanda Spiess-Hegglin mit Anhängerinnen eine Kampagne gegen sie und ihre Buchveröffentlichung inszeniert und orchestriert haben soll (persoenlich.com berichtete). Im Fokus steht auch Pascal Hollenstein, der als Journalist durch eine Spiess-Hegglin-freundliche Berichterstattung aufgefallen war.
Nun beschäftigen die Vorwürfe in Bezug auf seinen früheren Job das Parlament. Die SVP-Nationalräte Thomas Matter und Andreas Glarner haben das Thema #hateleaks und Hollensteins mutmassliche Verstrickungen ins Parlament gebracht und wollten von Karin Keller-Sutter wissen, wie der Bundesrat das Verhalten von Hollenstein beurteile und ob er als Kommunikationschef noch tragbar sei, schreibt die NZZ. Die Antwort von Keller-Sutter am Montag war kurz: «Der in den Fragen formulierte Vorwurf bezieht sich auf Artikel aus einer früheren Tätigkeit der angesprochenen Person. Der Bundesrat hat keinen Anlass, hierzu Stellung zu nehmen.» (wid)

