19.12.2017

Goldener Bremsklotz 2017

Wer war der grösste Informationsverhinderer?

Bis Ende Jahr können Nominierungen für den Titel beim Recherche-Netzwerk Investigativ.ch eingereicht werden.
Goldener Bremsklotz 2017: Wer war der grösste Informationsverhinderer?

Gesucht wird «der frechste Verhinderer, die übelste Abwimmlerin, der schamloseste PR-Lügner – schlicht und einfach der grösste Informationsverhinderer des Jahres 2017», wie es in einer Mitteilung von Investigativ.ch heisst. Er oder sie wird mit dem Goldenen Bremsklotz – dem Schmähpreis von des Recherche-Netzwerks – beehrt.

Das Recherche-Netzwerk ruft deshalb alle Schweizer Journalistinnen und Journalisten auf, bis am 31. Dezember besonders störende Fälle von Informationsverhinderung zu melden.

Vorschläge können mit einer kurzen Begründung an kontakt@investigativ.ch eingereicht werden. Der Vorstand des Vereins wird aus den Nominierungen eine Shortlist von drei Kandidaten küren. Die Mitglieder von Investigativ.ch können dann daraus den Preisträger wählen. Die Preisübergabe findet an der Mitgliederversammlung von Investigativ.ch im April 2018 statt.

Letztes Jahr ging der Goldene Bremsklotz an das Bundesstrafgericht Bellinzona (persoenlich.com berichtete). Es hat einen Journalisten aus der Romandie wegen Wahlfälschung verurteilt. Dieser hatte aufgezeigt, dass es im Kanton Genf möglich ist, doppelt abzustimmen und konnte so mit seiner Recherche eine gravierende Sicherheitslücke aufdecken. Trotzdem hat ihn das Bundessstrafgericht für seine doppelte Stimmabgabe verurteilt. Auch das kann Informationsverhinderung sein: Wenn die Justiz Recherchemethoden kriminalisiert. (pd/maw)



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