13.03.2020

Swiss Poster Award

«Kein Tier im Visier» ist Plakat des Jahres

Die Kampagne von Ruf Lanz für das vegetarische Restaurant Hiltl ist obenaus geschwungen. Die Trophäen wurden wegen des Coronavirus in kleinem Rahmen überreicht.
Swiss Poster Award: «Kein Tier im Visier» ist Plakat des Jahres
Strahlende Gewinner in kleiner Runde (v.l.): Markus Ehrle (APG-CEO), Patrick Becker, Rolf Hiltl (beide Hiltl), Mario Moosbrugger, Markus Ruf, Isabelle Hauser (Ruf Lanz) und Christian Brändle (Jurypräsident). (Bild: zVg.)

Die Auszeichnung in der Kategorie «Poster of the Year 2019» geht an das vegetarische Restaurant Hiltl mit der zielsicheren Vegi-Kampagne «Kein Tier im Visier», welche pünktlich zur Jagdsaison von der Werbeagentur Ruf Lanz kreiert wurde (persoenlich.com berichtete).

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«Das Sujet bringt die Haltung ausgezeichnet auf den Punkt, die alle Hiltl-Angebote verbindet: Genuss geht nicht auf Kosten anderer Lebewesen», wird Christian Brändle, Jurypräsident und Direktor des Museum für Gestaltung Zürich, in einer Mitteilung vom Freitagmorgen zitiert.

Unter den 36 Nominierten hatte sich Ruf Lanz gleich 14 Finalisten-Plätze gesichert. Insgesamt holte sich die Agentur sieben Preise in verschiedenen Kategorien.

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Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus stufte der Bundesrat die Situation in der Schweiz als besondere Lage ein. Die Behörden empfahlen, Veranstaltungen mit vielen Personen in geschlossenen Räumen zu meiden. Aus Gründen der Sicherheit wurde folglich die APG|SGA Poster Night vom 12. März 2020 in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon abgesagt (persoenlich.com berichtete). APG-CEO Markus Ehrle bedauert dies. Aber: «Die Verantwortung für die Gesundheit geht vor. Wir wollten die geladenen Gäste nicht der Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Deswegen haben wir die Veranstaltung schweren Herzens abgesagt.»

Zusammen mit Jurypräsident Brändle liess er es sich jedoch nicht nehmen, den Award für das «Poster of the Year» persönlich zu überreichen. Die Auszeichnung für das «Poster of the Year» nahmen Patrick Becker und Rolf Hiltl (beide Hiltl) sowie Markus Ruf, Isabelle Hauser und Mario Moosbrugger (alle Ruf Lanz) am Donnerstagabend in Zürich entgegen. Die übrigen Trophäen in Gold, Silber und Bronze werden den Gewinnern in den nächsten Tagen überbracht.

Auch ohne die Verleihung vor Publikum sei der Swiss Poster Award 2019 mit über 300 eingereichten Arbeiten ein bedeutender Wettbewerb. Er bietet den Kreativen und Mutigen der Werbebranche eine Plattform für Spitzenleistungen hinsichtlich neuer Ideen, innovativer Aussenwerbeformate und grafischer Ausgestaltung, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Die Siegerkampagnen würden zeigen, wie impactstark und eindrucksvoll das Medium «Plakat» wirke. (pd/cbe)



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Kommentare

  • Christian Müller, 16.03.2020 07:38 Uhr
    Wie kann man ein Plakat zum «Poster of the Year» machen, in dem auf Grünzeug VISIERT wird? Es verrät doch klar militärisches Denken. Bitte einfach mal nachdenken, woher das Wort «visieren» kommt. Da wurde offensichtlich mehr die neue Welle des vegetarischen Essens ausgezeichnet als die (bedenkliche) Leistung von Ruf Lanz. Muss wirklich kriegerisches Denken und Gestalten ausgezeichnet werden?
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