25.02.2016

Argus der Presse

Wer den Diskurs auf Twitter stark prägte

Laut einer Auswertung dominierte die Bezeichnung dsi in Medienberichten. Auf Twitter lag die NZZ vorn.
Argus der Presse: Wer den Diskurs auf Twitter stark prägte

Am kommenden Sonntag stimmt die Schweizer Bevölkerung über Durchsetzungsinitiative ab. Bereits seit Wochen dominiert das Thema die Berichterstattung der Schweizer Medienlandschaft. Sowohl im Print- und Onlinebereich, als auch auf dem Social Media-Kanal Twitter wird hitzig über die Initiative und die möglichen Folgen der Abstimmung diskutiert.

Nun hat Argus der Presse diesen Diskurs vom 1. bis 22. Februar genauer unter die Lupe genommen und die Berichterstattung kanalübergreifend miteinander verglichen. Die Medienanalyse zeige, welche Worte in Zusammenhang mit der Durchsetzungsinitiative am häufigsten fallen und welche Influencer im Diskurs ausgemacht werden können, schreibt Argus in einer Mitteilung.

Sowohl in Print-/Onlinebeiträgen, als auch in Tweets fällt die abkürzende Bezeichnung der Abstimmungsvorlage – die Durchsetzungsinitiative bzw. dsi – am stärksten ins Gewicht, schreibt Argus.

Klare Wertung auf Twitter

Während im Print- und Onlinediskurs generische Begriffe wie Schweiz, Ausländer und SVP als am meisten verwendete Wörter folgen, bringt der auf Twitter am zweithäufigsten verwendete Begriff «dsinein» eine eindeutige Wertung mit sich. Der Umstand, dass offenbar viele Stimmberechtigte der Abstimmung noch unschlüssig gegenüber stehen, wird besonders deutlich, da die Wörter Befürworter/Annahme und Gegner in der abgebildeten Wordcloud eine ähnliche Grösse und Verteilung aufweisen.

Darüber hinaus lässt sich zudem die eigene Dynamik eines Social Media-Kanals wie Twitter erkennen: Neben generischen Wörtern schafft es ein viral geteiltes YouTube Video mit dem Titel «NEIN zur Durchsetzungsinitiative» und der inhaltlich drohenden Ausschaffung der «Beschützer von Uster» in den Diskurs.

top_10_influencer

Welche Politiker den grössten Einfluss auf die Debatte nahmen, ist der linken Grafik zu entnehmen. Unter den zehn stärksten Influencern entfallen 18,8 Prozent der Reichweite auf Philipp Müller, Mitglied des Ständerats und Parteipräsident der FDP. Mit seinem Parteikollegen Christian Wasserfallen (Top 10) sind damit zwei Politiker der Freisinnigen unter den stärksten Influencern vertreten. Das restliche Feld wird von SVP- (Toni Brunner, Adrian Amstutz, Hans-Ueli Vogt, Gregor Rutz) und SP-Politikern (Simonetta Sommaruga, Daniel Jositsch, Cédric Wermuth) dominiert. Eine Ausnahme stellt der BDP-Mann Martin Landolt (Top 2) dar.

Welche Personen und/oder Medien die Debatten um die Durchsetzungsinitiative auf Twitter am stärksten beeinflusst haben, ist in der rechten Spalte ersichtlich. Auffällig ist, dass sich im Ranking mehrheitlich Tagesmedien der Schweiz (NZZ, «Tages-Anzeiger», «Blick», SRF, «Blick am Abend» sowie «20 Minuten») befinden. Von den Top 10 Influencern entfallen 26,1 Prozent der Reichweite auf die Tweets der NZZ. @hansjaaggi, @Ugugu, @Truth_Wins und @bglaettli sind die einflussreichsten Accounts von Privatpersonen, die es auf Twitter unter die Top 10 schaffen.
 

(pd)



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