27.03.2024

Prozess

Reda El Arbi zieht Urteil nicht weiter

Wegen Äusserungen auf X ist der frühere Blogger und heutige Buchautor in sechs Fällen verurteilt worden. «Ich zieh es nicht weiter», so der 54-Jährige zu persoenlich.com.
Prozess: Reda El Arbi zieht Urteil nicht weiter
Wurde verurteilt: der heutige Buchautor Reda El Arbi. (Bild: Ariane Pochon)
von Christian Beck

Der frühere Blogger und heutige Schriftsteller Reda El Arbi ist vom Schaffhauser Kantonsgericht in sechs Fällen wegen Beschimpfung und übler Nachrede verurteilt worden. Auf X (früher Twitter) schoss der «Anti-Hass-Aktivist» scharf, «doch aus Aktivismus ist bald profan Schimpf und Schande geworden», hiess es in den Schaffhauser Nachrichten vom Mittwoch.

Sechs der Beschimpften erstatteten Anzeige, darunter auch Gaudenz Looser, stv. Chefredaktor von 20 Minuten, oder Netzaktivistin Jolanda Spiess-Hegglin. Am Dienstag wurde El Arbi bedingt zu 90 Tagessätzen à 30 Franken und einer Busse von 500 Franken verurteilt. Er muss die Kosten des Verfahrens tragen und die Anwaltskosten eines Klägers übernehmen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Reda El Arbi wird es jedenfalls akzeptieren, wie er auf Anfrage von persoenlich.com sagt. «Ich erwarte von anderen, dass sie Verantwortung für ihr Handeln tragen. Da muss ich selbst auch abliefern, sonst wäre ich ein Heuchler», so der 54-Jährige.

Auch Gaudenz Looser und die TX Group akzeptieren das Urteil, wie es auf Anfrage heisst.

El Arbis Account auf X ist mittlerweile gelöscht. Er widmet sich seit einiger Zeit der Schriftstellerei. Letzten Sommer erschien sein Debütroman «[empfindungsfæhig]» (persoenlich.com berichtete).



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