Das Museum für Gestaltung Zürich hat am Donnerstagabend seine Jubiläumsausstellung «150 Plakate am See» eröffnet. Auf der Seepromenade Utoquai präsentiert das Museum anlässlich seines 150-jährigen Bestehens eine kuratierte Auswahl aus seiner international bedeutenden Plakatsammlung – und macht damit ein Stück Designgeschichte für alle zugänglich.
Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der APG, die ebenfalls ein Jubiläum feiert: Das Aussenwerbungsunternehmen blickt 2025 auf 125 Jahre zurück (persoenlich.com berichtete). «Das Plakat wird für zwei bis drei Wochen entworfen, und dann verschwindet es wieder. Darum dokumentiert das Plakat wahnsinnig gut den Augenblick des Tages», so Museumsdirektor Christian Brändle.
Eigentlich hätte an dieser Stelle APG-CEO Markus Ehrle übernehmen sollen, doch eine plötzlich auftretende Sommergrippe setzte ihn nur Stunden vor dem Event ausser Gefecht. Spontan eingesprungen war Andy Bürki, Leiter Werbemarkt bei der APG. Er bedankte sich bei den Gästen, die trotz Hitze den Weg zur Vernissage an der Zürcher Pumpstation gefunden haben. Und auch den Plakatierern sprach er einen Dank aus: «Ob 40 Grad plus oder minus 15 Grad – unsere Afficheure sind bei jedem Wetter unterwegs. Das macht tagtäglich unser Business aus.»
Die Open-Air-Ausstellung, die 150 Plakate aus über 100 Jahren Schweizer Plakatkunst zeigt, schöpft aus dem Fundus von über 385'000 Exemplaren – einer der weltweit grössten Plakatsammlungen. Brändle: «385'000 Plakate. Stellt euch das vor, das ist ein Turm fast so hoch wie der Prime Tower.»
In Dreiergruppen arrangiert, würden die Werke einen Bogen von internationalen Klassikern bis zu überraschenden Trouvaillen spannen, so Kuratorin Bettina Richter. Die Ausstellung sei nicht chronologisch sortiert, sondern kulturelle, politische, touristische und kommerzielle Plakate würden in einen spannenden Dialog treten.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 13. Juli und ist rund um die Uhr kostenlos zugänglich. (cbe)
Lesen Sie auch das Interview mit APG-CEO Markus Ehrle und Christian Brändle, Direktor des Museums für Gestaltung Zürich.


