23.05.2019

Werbestatistik

Online-Rubrikenmärkte legen kräftig zu

Eine Milliarde Franken wurden laut der Stiftung Werbestatistik Schweiz im letzten Jahr im Print-Werbemarkt umgesetzt – fast zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Auch Display-Werbung verliert erstmals. Positiv entwickeln sich hingegen Aussenwerbung, Kino und Werbeartikel.

4,6 Milliarden Franken sind im letzten Jahr im Schweizer Werbemarkt umgesetzt worden. Damit liegen die Werbeumsätze um 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während fast alle klassischen Medien einen Umsatzrückgang aufweisen, legen Aussenwerbung, Kino und Werbeartikel zu. Dies schreibt die Stiftung Werbestatistik in einer Mitteilung, in der sie die Netto-Werbeumsätze aus dem Schweizer Werbemarkt präsentiert. 

Trotz einem Rückgang der Werbeumsätze von 9,6 Prozent auf 1 Milliarde Franken macht die Presse das grösste Kuchenstück des Werbemarktes aus (vgl. Abbildung unten). Die umsatzstärkste Pressekategorie ist mit 610 Millionen Franken und einem Rückgang von 11,9 Prozent die Tagespresse und die regionale Wochen- und Sonntagspresse. Die geringsten Umsatzrückgänge verbucht laut der Stiftung Werbestatistik die Kategorie Publikums-, Finanz- und Wirtschaftspresse mit einem Minus von 2,6 Prozent. Die Einnahmen aus Verteilkosten für adressierte und unadressierte Werbung sinken um 7,7 Prozent auf 908 Millionen Franken.

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Die Netto-Umsätze der Fernsehwerbung belaufen sich insgesamt auf 766 Millionen mit einem Minus von 1 Prozent. Die privaten Schweizer Sender verzeichnen ein Umsatzplus von 3,1 Prozent. Die Radiowerbung erzielt einen Werbeumsatz von 144 Millionen und liegt damit 4,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Wachstum bei der Online-Werbung

Die Statistik weist die Digitalumsätze der CH-Publisher aus. Insgesamt liegen die Umsätze aus der Online-Werbung bei 547 Millionen. Da zu wenige Antworten über Suchmaschinenwerbung und Social Media eingegangen sind, seien die beiden Bereiche dieses Jahr nicht berücksichtigt worden, heisst es auf Anfrage von persoenlich.com. Das Wachstum der Online-Umsätze hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich abgeschwächt und liegt neu bei 3,4 Prozent (2018: 5,9 Prozent). Die Online-Display-Werbung ist mit -0,5 Prozent erstmals leicht rückläufig. Die Online-Rubrikenmärkte (Jobs, Immobilien, Autos) erzielen hingegen ein Umsatzplus von 7,3 Prozent.

Aussenwerbung, Kino und Werbeartikel im Plus

Insgesamt haben sich die Werbeeinnahmen bei der Aussenwerbung mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent auf 462 Millionen Franken positiv entwickelt. Auch die Kinowerbung weist ein Umsatzplus aus (+3,2 Prozent). Die Werbe- und Promotionsartikel verzeichnen ebenfalls eine positive Umsatzentwicklung mit einem Plus von 5,6 Prozent.

Die von der Stiftung Werbestatistik Schweiz publizierten Zahlen basieren auf einer Vollerhebung bei den Werbeträgern. Die Befragung findet online in der ganzen Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein statt. Für die Erfassung und Auswertung der Zahlen ist die Wemf AG für Werbemedienforschung zuständig. Die vollständige Studie kann hier kostenpflichtig bestellt werden. (pd/wid)



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Kommentare

  • Raymond Kuriger, 23.05.2019 10:18 Uhr
    Es wurde erwähnt, dass das Wachstum im Online-Marketing sich in den letzten Jahren stets abgeschwächt hat. Gemäss den Statistiken der Werbestatistik Schweiz waren die Umsätze wie folgt: Jahr 2015: 572 Mio. Jahr 2016: 1094 Mio. Jahr 2017: 2100 Mio und jetzt im 2018 erhalten sie keine Zahlen mehr.... komische Abschwächung des Online-Marktes...

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