03.10.2018

Westhive Consulting

Drei Ex-Y&R-Kader gründen Beratungsfirma

Nach dem Coworking Space folgt der nächste Schritt: Ein Beratungsunternehmen für Innovation und Growth Marketing. Es hat zehn Mitarbeitende und wurde von der früheren Y&R-Führungsriege gegründet. Westhive Consulting will nicht nur beraten, sondern auch Umsetzungen verkaufen.
Westhive Consulting: Drei Ex-Y&R-Kader gründen Beratungsfirma
Zehn Mitarbeitende zum Start: Westhive Consulting mit Claus Bornholt (vorne links), Bruno Rambaldi (vorne rechts) und Andreas Widmer (hinten: dritter von links). (Bild: zVg.)

Vor vier Monaten eröffnete die ehemalige Führungsriege von Young & Rubicam den Coworking Space Westhive (persoenlich.com berichtete). Zwei Monate später wurde im Hürlimann Areal die zweite Location eingeweiht. Und nun der nächste Schritt: ein Beratungsunternehmen für «Corporate Innovation und Growth Marketing», wie Westhive in einer Mitteilung schreibt. Erste substanzielle Kunden seien bereits unter Vertrag, doch welche genau, sei nicht spruchreif, wie es auf Anfrage von persoenlich.com heisst. 

Growth Marketing im Fokus

Westhive Consulting ist eine eigenständige Aktiengesellschaft. Gründer sind die Westhive-Betreiber Andreas Widmer (früher CEO von Y&R), Bruno Rambaldi (früher CTO Y&R) und Claus Bornholt (früher COO Y&R) gegründet. Das Unternehmen beschäftigt aktuell zehn Mitarbeiter und «wächst rasch», wie es in der Mitteilung weiter heisst. Ziel sei es von Anfang angewesen, mit Westhive auch in Richtung Marketingdienstleistung zu gehen. 

Machen die drei Ex-Y&R-Kader nun also dem ehemaligen Arbeitgeber Konkurrenz? «Ja und nein», sagt Andreas Widmer. «Westhive Consulting fokussiert ganz klar auf Innovations- und Wachstumsthemen und bezeichnet sich daher nicht als Agentur, sondern – wie es der Name Westhive Consulting sagt – als Beratungsunternehmen für Corporate Innovation und Growth Marketing.» Bei letzterem geht es darum, Firmen dabei zu unterstützen, um mit kreativen Mitteln schnell möglichst viele Nutzer kosteneffizient zu gewinnen. 

Die weitere Ausrichtung beschreibt Widmer wie folgt: «Unser grosses Thema ist Customer Centricity. Viele Unternehmen sind immer noch stark produktfokussiert – und zu sehr mit internen Themen beschäftigt. Es fehlt ihnen häufig eine Vision und eine Aussenperspektive.» Dabei werde Marketing als reine Service- und Kostenstelle betrachtet. Doch es sei anders: Erfolgreiche Innovation sei ohne Marketing unmöglich.

Kommunikation ist schwierig und teuer

Daneben verschiebe sich auch die Kommunikation in Richtung Kundenzentriertheit, respektive «Customer Centricity», wie es in der Westhive-Mitteilung heisst. Die Vielzahl an Kanälen mache es immer schwieriger, neue Kunden zu erreichen. Gleichzeitig werde es durch den vermehrten Einsatz von Werbeplatz-Auktionen immer teurer. «Umso wichtiger ist es herauszufinden, was wirklich funktioniert – und die einmal gewonnenen Kunden zu halten und immer wieder zu begeistern.»

Westhive Consulting will nicht nur beraten, sondern auch Umsetzungen verkaufen. In der Mitteilung heisst es entsprechend: «Wir entwickeln, testen und implementieren mit unseren Kunden ganz neue Geschäftsmodelle und Services. Und mit unseren lokalen und auswärtigen Partnern im Westhive Ecosystem garantieren wir eine erfolgreiche und kosteneffiziente Umsetzung.» (pd/eh)



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