02.04.2020

Werbeeinbrüche

380 Millionen Franken weniger für die Presse

Nur noch halb so viel Werbeerlös: Das laufende Jahr werde für die Verlage ein «Blutbad», schreibt Kurt W. Zimmermann in der Weltwoche. Am Mittwoch hätten sich deshalb Pietro Supino und Marc Walder mit Medienministerin Simonetta Sommaruga getroffen.
Werbeeinbrüche: 380 Millionen Franken weniger für die Presse
Massiv weniger Inserate: Gedruckte Ausgaben vom Blick. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Grosse sowie kleine Verlage rechnen mit massiven Werbeverlusten im Jahr 2020 und melden Kurzarbeit an. Nach einem Workshop mit Experten schätzt der Verband Schweizer Medien mit einem Rückgang bei der Werbung von 380 Millionen Franken. Die Hälfte also vom Vorjahresvolumen von 800 Millionen. Diese Zahlen macht Kurt W. Zimmermann in der aktuellen Weltwoche publik. Dazu kämen noch die Einbrüche bei Radio, TV und Online. Der Kolumnist schreibt von einem «Blutbad».

Wegen ihrer hohen Sustanz würden TX Group und Ringier das Corona-Jahr aus eigener Kraft überstehen, so Zimmermann weiter. Bei CH Media räche sich die starke Ausrichtung auf werbefinanzierte Produkte wie die Radio- und TV-Sender. Auch bei der NZZ rücke die Verlustzone in Sicht.

Um ein Notprogramm anzustossen, hätten sich laut Zimmermann TX-Group-Verleger und VSM-Präsident Pietro Supino sowie Ringier-CEO Marc Walder am Mittwoch mit Medienministerin Simonetta Sommaruga getroffen. Es sei darüber diskutiert worden, dass die Post die Hauszustellung der Zeitungen gratis übernimmt. Auch zusätzliche Zuschüsse an regionale Radio- und TV-Kanäle oder an digitale Angebote seien Thema gewesen. (wid)



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