09.02.2024

Swissprinters

Betriebseinstellung führt zu 96 Entlassungen

Swissprinters stellt den Betrieb definitiv ein. Das Aus der Druckerei von Ringier und NZZ führt zu einem Wegfall von 144 Arbeitplätzen. Wegen Frühpensionierungen konnte die Zahl der Kündigungen bis zum Ablauf des Konsultationsverfahrens reduziert werden.

Die Druckerei Swissprinters in Zofingen AG stellt den Betrieb wie geplant per Ende September ein. Die gemeinsame Tochtergesellschaft der Mediengruppen Ringier und NZZ wird 96 Mitarbeitende entlassen.

Vor allem durch Frühpensionierungen und Weiterbeschäftigungen bei Ringier habe der angekündigte Wegfall um 48 Stellen auf 96 Kündigungen reduziert werden können, teilte das Unternehmen am Freitag nach dem Ende des Konsultationsverfahrens mit. Für alle Betroffenen komme ein Sozialplan zur Anwendung.

Swissprinters hatte Mitte Januar angekündigt, die Druckerei verschiedener Schweizer Zeitschriften per Ende September zu schliessen (persoenlich.com berichtete). Das Aus wurde mit konstant rückläufigen Auftragserlösen bei gleichzeitig schwierigen wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven begründet.

Die Gewerkschaft Syndicom hielt am Freitag in einer Stellungnahme fest, man bedauere und kritisiere die definitive Betriebsschliessung. Sie hatte die Weiterführung des Betriebs in kleinerer Form gefordert. Die Druckerei sei jahrzehntelang das Herz des Ringier-Konzerns gewesen.

Swissprinters, die Tochtergesellschaft von Ringier (70 Prozent) und NZZ (30 Prozent), will nach eigenen Angaben Kontakt mit Kunden und anderen Druckereien aufnehmen, um Anschlusslösungen möglichst in der Schweiz zu finden.

Für die Zeitschriften der Ringier- und NZZ-Gruppe werde eine Ausschreibung vorbereitet. Es würden Druckereien in der Schweiz und im Ausland eingeladen. Man hoffe, dass möglichst viele Aufträge in der Schweiz platziert werden können, hiess es. (sda/wid)



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