«Wieso wird eine Wochenzeitung, die seit bald zehn Jahren auf mehreren Seiten, online und neuerdings in einem Podcast über die Schweiz berichtet, auch heuer im Jahrbuch nicht untersucht?», fragt Matthias Daum in einem Post auf Facebook. Der Bürochef von «Die Zeit Schweiz» ärgert sich. Er will, dass die Qualitätsforscher sein Blatt ebenfalls unter die Lupe nehmen. Ähnlich geht es Jürg Vollmer, Chefredaktor von «Die Grüne»: «Dasselbe gilt für Fachmagazine», schreibt er auf Daums Input (siehe unten).
Dass diese Publikationen nicht zu den untersuchten Titeln gehören, habe seine Gründe: «Eine Lücke, stimmt. Letztlich aber eine Frage der finanziellen Mittel, die für unsere Forschung zur Verfügung stehen», begründet Fög-Institutsleiter Mark Eisenegger in einem Kommentar auf Facebook. Das sei schade, findet wiederum Nik Niethammer, Chefredaktor von «Fritz und Fränzi». Fehlende finanzielle Mittel seien ein Totschlagargument. «Wenn der Wille besteht, auch Fachzeitschriften und Special-Interest-Magazine zu bewerten, lässt sich ein Weg finden».
Das Jahrbuch Qualität der Medien macht unter anderen Aussagen über die Qualität der Schweizer Medien. Diese sei insgesamt hoch, sinke aber, heisst es in den am Montag veröffentlichten Ergebnissen. Von den 66 untersuchten Titeln konnte ein Drittel die Qualität vom Vorjahr nicht mehr erreichen (Details und ausführliche Grafik siehe Jahrbuch-PDF Seite 18).
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27.10.2018 09:27 Uhr
23.10.2018 14:52 Uhr


