02.06.2009

"Tagi"

Menschenverachtende Entlassungen?

Peko kritisiert Kündigungskriterien.

Letzten Freitag sind die letzten Entlassungsgespräche beim "Tages-Anzeiger" über die Bühne gegangen. Wie die Personalkommission (Peko) in einem Schreiben, das "persoenlich.com" vorliegt, festhält, protestiere man gegen die menschenverachtende Art, mit der die Massenentlassung durchgeführt wurde. Die Peko zweifelt an der Fairness.

Im Detail heisst das: Die Entlassungskriterien seien intransparent. Die Peko vermutet, dass Tamedia sich absichtlich von unbequemen Mitarbeitern trennte und leistungsschwache Angestellte verschonte. Erklären kann man sich beispielsweise nicht, dass Journalisten mit Familienpflichten auf die Strasse gestellt werden, während finanziell gut gestellte Doppelverdiener nicht einmal eine Pensenreduktion hinnehmen mussten. Für die Peko ist klar: "Hier wird offensichtlich die Gelegenheit benutzt, vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise unliebsame Angestellte loszuwerden."

Das ist ein happiger Vorwurf an die Adresse der Chefredaktion. Auf Anfrage von "persoenlich.com" sagt Mediensprecher Christoph Zimmer: "Die Zusammenstellung der Redaktion des Tages-Anzeigers richtet sich nach den Anforderungen des neuen Konzepts. Die persönliche Situation der betroffenen Mitarbeitenden wurde nach Möglichkeit berücksichtigt. Zu einzelnen Entscheiden können wir aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes nicht Stellung nehmen."



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