12.10.2023

Gruppetto

Radsport-Magazin wird weitergeführt

Obwohl das gesetzte Abo-Ziel deutlich verfehlt wurde, sollen 2024 vier Printausgaben erscheinen. Zwei der Macher reduzieren dafür ihre Stellenprozente bei Tages-Anzeiger und CH Media.
Gruppetto: Radsport-Magazin wird weitergeführt
Erschien diesen Sommer zum ersten Mal: das Gruppetto-Magazin. (Bild: zVg)
von Christian Beck

Gruppetto rollt weiter. Im Juni ist das Radsport-Magazin zum ersten Mal erschienen (persoenlich.com berichtete). Die Initianten wollten bis Ende August 3000 Abonnentinnen und Abonnenten zu einem Abschluss bewegen. Dieses Ziel wurde mit 1800 Abos zwar deutlich verfehlt. «In intensiven Diskussionen in der Redaktion wurde uns klar: Sie alle wollen wir nicht enttäuschen», heisst es in einem Newsletter.

Was die Macher zudem positiv stimmt: «Es kommen laufend neue Abos dazu, und mit der Rad-WM 2024 in Zürich stehen wir vor einem speziellen Schweizer Radsportjahr», sagt Corsin Zander zu persoenlich.com. Deshalb gingen er und seine zwei Mitbegründer davon aus, dass der Zeitpunkt momentan günstig sei, das Projekt durchzuziehen. «Aber klar, wenn wir langfristig Erfolg haben möchten, sind wir auf deutlich mehr Abonnentinnen und Abonnenten angewiesen.»

Corsin Zander tritt beim Tagi kürzer

Die Gruppetto-Gründer setzen nun voll auf die Karte Gruppetto, allen voran Corsin Zander. Momentan ist er stellvertretender Leiter Zürich Politik & Wirtschaft beim Tages-Anzeiger. «Ich verlasse den Tagi nicht ganz, aber den Lokaljournalismus und damit mein Team im Zürich Ressort per 1. Januar 2024», so Zander zu persoenlich.com. Er bleibe zu 30 Prozent als Printleiter im Mantel des Tages-Anzeigers tätig. «Ansonsten setze ich in der Tat ganz aufs Gruppetto.» Zu 70 Prozent wird er als Co-Chefredaktor und Unternehmer für das Magazin arbeiten.

Mitgründer Pascal Ritter wird 30 Prozent für das Gruppetto und 60 Prozent für die Zeitungen von CH Media arbeiten, wie es im Newsletter heisst. Weitere 10 Stellenprozente werden für die Website und Social Media eingesetzt. Mitgründer Tim Brühlmann verantwortet weiterhin den optischen Auftritt des Gruppetto. Mehr ist laut neuem Businessplan nicht mehr vorgesehen. Die Layoutarbeiten sollen auf Mandatsbasis vergeben werden. Die Redaktion wird aber mit vielen freien Journalistinnen und Fotografen zusammenarbeiten, der sie künftig auch ein Honorar bezahlen wird.

«Weil wir weniger Stellenprozente finanzieren können als ursprünglich geplant, wird es sicher schwieriger, gewisse Kooperationen voranzutreiben, und im Eventbereich werden wir weniger machen können», heisst es im Newsletter weiter. Im Zentrum stehe aber, weiterhin ein hochwertiges Magazin herauszugeben. Und eine Community rund um das Gruppetto aufzubauen.



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