02.05.2022

Streaming in der Schweiz

Dienste legen auch nach der Pandemie zu

Insbesondere die Konkurrenten von Netflix verzeichnen im laufenden Jahr ein hohes Kunden-Wachstum. Am stärksten zugelegt hat Sky, das seine Kundenbasis fast verdoppeln konnte.
Streaming in der Schweiz: Dienste legen auch nach der Pandemie zu
Netflix dominiert beim Streaming zwar noch immer, doch die Konkurrenz hat aufgeholt. (Bild: Pixabay)

Auch nach dem Höhepunkt der Pandemie wachse hierzulande die Kundschaft der Streaming-Anbieter weiter, so der Befund einer Umfrage des Vergleichsportals Moneyland.ch. Unter den rund 1500 Befragten hätten 89 Prozent angegeben, dass sie mittlerweile mindestens einen Video-Streamingdienst nutzen würden.

«Die Zahl der Streaming-Nutzerinnen und -Nutzer steigt weiterhin leicht, obwohl die Effekte der Pandemie, von denen Streaming-Anbieter stark profitieren konnten, im vergangenen Jahr abzuklingen begannen», heisst es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung.

Die immer noch beliebteste Video-Plattform bleibe indes das Gratisangebot von YouTube: «Vier von fünf Schweizerinnen und Schweizern schauen bei der Google-Tochter Videos», heisst es dazu. Dies liege aber natürlich auch daran, dass die Plattform gratis sei, erklärte der Moneyland-Telekom-Experte Ralf Beyeler, denn nur 4 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass sie das kostenpflichtige Angebot von YouTube nutzen würden.

Platzhirsch Netflix

Bei den kostenpflichtigen Anbietern habe der Platzhirsch Netflix indes weiterhin einen riesigen Vorsprung: 58 Prozent gaben an, dass sie Netflix nutzen. Im Jahr 2021 waren es noch 54 Prozent. Mit
grossem Abstand folgt Disney Plus mit 22 Prozent, nach 13 Prozent im Vorjahr.

Die Netflix-Konkurrenz habe damit im Vergleich zum Branchenprimus deutlicher zulegen können. Dies zeige sich vor allem auch an den Streaming-Angeboten von Sky, die ihre Kundenbasis fast verdoppelt hätten.

Die Branchengrösse Apple habe indes mit stagnierenden oder sogar rückläufigen Nutzerzahlen zu kämpfen. Das Angebot Apple TV Plus würden noch 11 Prozent der Befragten nutzen, nach 12 Prozent im Vorjahr, heisst es weiter. (awp/sda/tim)



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