16.02.2021

Sunrise UPC

Kundenzahl im vierten Quartal gesteigert

Das fusionierte Telekomunternehmen konnte im vergangenen Jahr insbesondere im Bereich Mobilfunkabo weiter wachsen.
Sunrise UPC: Kundenzahl im vierten Quartal gesteigert
André Krause ist CEO der fusionierten Sunrise UPC. (Bild: Keystone/Goran Basic)

Sunrise und UPC steigerten im vierten Quartal insbesondere die Kundenzahl im wichtigen Bereich der Mobilfunkabos um 66'700, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. Zu diesem Wachstum trug Sunrise rund drei Viertel bei. Zum Vergleich: Platzhirsch Swisscom vermochte die Zahl der Handyabokunden im gleichen Zeitraum nur um 31'000 zu steigern. Somit haben Sunrise und UPC Marktanteile gewonnen. Dies ist bekanntlich eines der Ziele, welche die beiden Unternehmen mit dem im November vollzogenen Zusammenschluss verfolgen.

Laut Sunrise-UPC-CEO André Krause ist der Markt für Mobilfunkabos im vierten Quartal vermutlich erneut gewachsen, wie er der Nachrichtenagentur AWP sagte. Er erklärt sich dies unter anderem mit dem Trend zu einem Zweitgerät, etwa Smartwatches. Ausserdem hätten der intensive Wettbewerb und tiefere Abopreise dazu geführt, dass immer mehr Kunden von Prepaid- auf Abomodelle wechselten. «Einen gewissen Effekt hatte zudem auch Corona und Homeoffice und damit verbunden das Bedürfnis nach mehr Bandbreite», so Krause.

UPC bricht den Trend

Die Kundenzahlen stiegen aber nicht nur im Mobilfunkbereich. Bei Sunrise seien ausserdem 13'600 Internet- und 12'300 TV-Kunden dazugekommen. Und auch bei UPC habe es positive Entwicklungen gegeben. So sei die Kundenzahl im Breitbandbereich erstmals seit dem zweiten Quartal 2017 wieder gewachsen. Konkret seien 2'000 Kunden gewonnen worden. «Die Zahlen verbessern sich von Quartal zu Quartal», so Krause.

Für ihn sind diese Entwicklungen «extrem positiv», wie er betonte: «Wir haben es geschafft, trotz der Integrationsarbeiten und trotz der Corona-Erschwernisse unser Wachstumstempo aufrechtzuerhalten.» Zusammen wiesen nun Sunrise und UPC am Ende des letzten Jahres rund 2,31 Millionen Mobilfunkabokunden, 1,18 Millionen Internetkunden und 1,27 Millionen TV-Kunden aus. Die Swisscom kam derweil auf 4,85 Millionen Mobilfunkabokunden, 2,04 Millionen Internetkunden und 1,55 Millionen TV-Kunden.

Ohne konkrete Zahlen

Was all dies in Franken und Rappen bedeutet, bleibt offen. Umsatz- und Gewinnzahlen für das kombinierte Unternehmen werden keine genannt. Betont wurde lediglich, dass Sunrise allein im Gesamtjahr 2020 das versprochene Wachstum beim Betriebsgewinn mit einem Plus von 2,2 Prozent erreicht habe. Daraus lässt sich auf einen Ebitda von rund 683 Millionen schliessen.

Keine grossen Neuigkeiten gab es zu den weiteren Schritten des Zusammenschlusses. «Wir sind immer noch am Start», so der CEO. Der ganze Prozess werde ein bis zwei Jahre dauern. Bekanntlich wird dies auch zu einem Abbau von mehreren hundert der heute rund 3'300 Stellen führen. Die Konsultationen dazu liefen, so Krause. Auch wegen dem Jobabbau rechnet er im laufenden Jahr mit «Fusionskosten» von 150 Millionen Franken.

Mit Innovation und Infrastruktur punkten

Auf der anderen Seite sei es das Ziel, «das Wachstumsmomentum weiter voranzutreiben». Er liess dabei durchblicken, dass er nicht primär eine Rabattschlacht plant. Vielmehr solle Sunrise UPC mit Innovationen und einer guten Infrastruktur punkten.

Dazu zählten auch gute TV-Inhalte. «Wir bewerben uns wieder für die Eishockeyrechte», sagte Krause. Und dazu zähle auch ein gutes 5G-Netz. «In drei Vierteln der Kantone sind wir hier auf einem guten Weg», sagte er zum politischen Widerstand gegen den Netzausbau. In den anderen versuche man, Überzeugungsarbeit zu leisten. Notfalls werde der Rechtsweg beschritten: «Auch wir haben an einzelnen Orten Klagen laufen», so Krause. (awo/sda/lom)



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