21.12.2018

Media Focus

Werbebranche hat einen Endspurt hingelegt

Dank der Selbstbestimmungsinitiative ist der November zum umsatzstärksten Monat im Jahr 2018 geworden.
Media Focus: Werbebranche hat einen Endspurt hingelegt
Ein Abstimmungsplakat zur Selbstbestimmungsinitiative, über die am 25. November abgestimmt wurde. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Die Selbstbestimmungsinitiative hat der Werbebranche einen Jahresendspurt beschert. Der Werbemonat November war der beste im Jahr 2018, teilte das Marktforschungsunternehmen Media Focus Ende Dezember mit.

Mit Bruttoeinnahmen aus dem Werbedruck in Höhe von 696,3 Millionen Franken habe sich der November mit einem Vorsprung von 0,6 Millionen vor den bisher werbestärksten Monat März vorgeschoben. Gegenüber dem November 2017 gingen die Erträge allerdings leicht um 0,3 Prozent zurück.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2018 gaben damit die Werbenden, Rabatte nicht eingerechnet, insgesamt 6,6 Milliarden Franken aus. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies einer Steigerung 2,1 Prozent. Die Erweiterung der Datenbasis, also mit weiteren TV-, Internet- und YouTube-Daten, sorgte gar für einen Zuwachs von 8,1 Prozent.

Selbstbestimmungsinitiative treibt

Ein Treiber war die Selbstbestimmungsinitiative, die bereits im Oktober für einen starken Werbemonat gesorgt habe. Im Endspurt zur Abstimmung vom 25. November habe die Initiative die Produktgruppe «Politische Kampagnen» auf 10 Millionen Bruttowerbefranken nach oben getrieben. Eine starke Zunahme war auch bei Tabakwerbung zu sehen. Demgegenüber habe sich der Abwärtstrend der Medien- und Energiebranche fortgesetzt.

Insgesamt habe aber die Finanzbranche den Werbenden in den Monaten September bis November die grössten Einnahmen beschert, hiess es weiter. Im November allein waren es 64 Millionen Franken. Die Top-3 komplettierten erneut die Gruppen Freizeit sowie Gastronomie & Tourismus. (awp/sda/cbe)

 



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Kommentare

  • Urs Gugger, 04.01.2019 14:31 Uhr
    Die SVP will nur 2 oder 3 Mio. ausgegeben haben? Auf keinen Fall. Die geschätzten 6-8 Mio. treffen es wohl eher. (Noch dazu für einen Flop.) Auf jeden Fall muss die Transparenzinitiative her. Wenn eine Gruppe die Schweiz kauft, wollen wir das Preisschild sehen.
  • Carla Brunner, 04.01.2019 17:02 Uhr
    Herr Gugger, bemerken Sie den Widerspruch in Ihrem Kommentar? Die Wähler lassen sich nicht kaufen. Und die Schweiz noch weniger.

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